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Birkenstraße in Eichenried 

Verärgerung ums Halteverbot

Das kürzlich erlassene beidseitige Halteverbot auf der Birkenstraße in Eichenried sorgt bei Anwohnern und Besuchern für Verärgerung.

Von Julia Adam

Moosinning– Auf der Birkenstraße in Eichenried herrscht seit kurzem absolutes Halteverbot. Besucher wissen nicht, wo geparkt werden soll, und auch die Anwohner rätseln, wo sie ihre Autos jetzt noch abstellen können. Erich Fuchs ist einer der Betroffenen. Für das Halteverbot auf beiden Straßenseiten kann er kein Verständnis aufbringen, wie er im Gespräch mit der Heimatzeitung erklärt.

Bereits seit mehreren Jahren dürfen Fahrzeuge auf der Birkenstraße nur noch auf einer Straßenseite abgestellt werden, um den dort starken landwirtschaftlichen Verkehr nicht einzuschränken. Das sei kein Problem für die Bewohner der Straße, sagt Fuchs. Auch, dass das einseitige Halteverbot während der Baumaßnahmen an der B 388 zwischen Eichenried und Moosinning auf ein beidseitiges ausgeweitet wurde, da zahlreiche Autofahrer auf die Birkenstraße ausgewichen sind, konnten die Bewohner nachvollziehen. „Das hat jeder verstanden. Ich habe zum Beispiel für diese Zeit einen Parkplatz bei einem Bekannten angemietet, damit meine Freundin weiterhin zu Besuch kommen kann“, erzählt Fuchs und ergänzt: „Aber damals wurde uns gesagt, dass das Verbot nach Abschluss der Arbeiten wieder aufgehoben wird.“

Die frisch sanierte Straße ist bereits seit längerem wieder befahrbar. Das Verbot jedoch besteht weiterhin. „Wie soll das gehen? Wo sollen die Leute ihre Autos abstellen?“, fragt sich Fuchs seitdem fast täglich. Aus der Not heraus bezahlt er weiterhin die Stellplatzmiete bei seinem Bekannten. Wie die Situation an Geburtstagen und Ähnlichem gehandhabt werden soll, ist dem Eichenrieder schleierhaft. „Ich höre von allen Nachbarn, dass sie nicht mehr wissen, wo die Autos hinsollen. Wo soll denn der Besuch bitte parken?“

Fuchs hat sich viele Gedanken gemacht. Ein plausibler Grund für ein beidseitiges Halteverbot auf der Birkenstraße ist ihm aber nicht eingefallen. „Das wäre etwas anderes, wenn wir in München wären. Aber hier in Eichenried geht das gar nicht. Die Straße ist breit genug“, begründet er.

Auf sich sitzen lassen wollte der 55-Jährige die Aktion der Gemeinde nicht. In einem Beschwerdebrief hat er sich an die Verwaltung und Bürgermeisterin Pamela Kruppa (CSU) gewandt. „Es wäre anders, wenn man uns vorgewarnt und uns plausible Gründe erklärt hätte, aber so finde ich das unmöglich. Für die Anwohner hier ist das schließlich auch eine persönliche Einschränkung und soziale Ausgrenzung“, begründet Fuchs seine Verärgerung und spricht damit seiner Vermutung nach für den Großteil der Straßenanwohner.

Eine Antwort auf seinen Beschwerdebrief hat er nicht erhalten. „Ich fühle mich im Stich gelassen“, sagt er. Auf Nachfrage der Heimatzeitung verweist Bürgermeisterin Kruppa auf einen Gemeinderatsbeschluss für das Halteverbot. Sie wolle das Thema in einer der nächsten Sitzungen aufrollen.

Die Tagesordnung der Bauausschusssitzung am morgigen Dienstag lässt Erich Fuchs jetzt auf eine Lösung hoffen. Auf ihr ist der Punkt Halteverbot Birkenstraße angesetzt.

Die Bauausschusssitzung

beginnt morgen um 19 Uhr im Rathaus. Neben dem Halteverbot auf der Birkenstraße stehen auch diverse private Bauanträge auf der Tagesordnung.

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