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Für seine Theateraufführungen nutzt der Moosinninger Trachtenerhaltungsverein Alpenrose seit Jahren die Schulaula – hier das diesjährige Stück „Die Feuerwehrsitzung“. Derartige Veranstaltungen sollen auch in Zukunft in der Schule möglich sein. 

Veranstaltungen in der Moosinninger Schule 

Die Verantwortung liegt beim Gemeinderat

Die Grundschule Moosinning ist keine Versammlungsstätte. Dennoch soll es auch in Zukunft außerschulische Veranstaltungen dort geben. Der Gemeinderat will dafür die Verantwortung übernehmen.

Moosinning Die Grundschule Moosinning ist ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte, Theateraufführungen & Co. Seit in einem Brandschutzgutachten im August jedoch darauf hingewiesen wurde, dass es sich bei der Schule um keine Versammlungsstätte handelt und dort deshalb keine öffentlichen Veranstaltungen stattfinden sollen, war unklar, wie es weitergeht.

Die Aula sei lediglich eine Pausenhalle für Kinder und solle nur für gelegentliche schulische Veranstaltungen genutzt werden. Auch die Turnhalle sei maximal für 60 Personen zugelassen, lautet die Begründung in dem Gutachten. Zwar wurden der Gemeinde Ausnahmegenehmigungen für drei außerschulische Veranstaltungen in Aussicht gestellt, für geplante Theateraufführungen, Flohmärkte und Konzerte würde das jedoch nicht ausreichen.

Soll die Schule weiterhin dafür genutzt werden, liege die Haftung bei den Veranstaltern und der Gemeinde. Werden zudem mehr als 200 Personen erwartet, muss die Veranstaltung mit entsprechenden Planunterlagen beim Landratsamt angezeigt werden. Will man die Räume offiziell zur Veranstaltungsstätte machen, muss dies erst genehmigt werden. Welche Maßnahmen und welche Kosten dafür notwendig wären, steht noch nicht fest.

Bürgermeisterin Pamela Kruppa (CSU) legte in der Sitzung Wert darauf, die Verwaltung aus der Verantwortung zu nehmen: „Dies sollte die Verwaltung nicht schultern müssen. Wenn, dann muss das der Gemeinderat tun.“ Für die Mehrheit der Räte kein Problem. „Wir haben in den vergangenen Jahren tausende Euros in diese Schule investiert. Ich weiß nicht, ob es irgendwo ein Gebäude gibt, das brandschutztechnisch so gut ausgerüstet ist“, meldete sich Georg Humplmair (BB) zu Wort und ergänzte: „Was ist der Unterschied, ob dort 200 Erwachsene ein Theater anschauen oder ob 250 Kinder rumlaufen?“ Auch Vizebürgermeister Manfred Lex (CSU) ist von der Sicherheit der Grundschule überzeugt. „Sie ist das Sicherste, was wir haben. Es wäre traurig, wenn wir dort nichts mehr machen dürften. Die Vereine hätten dann ein Problem.“

Josef Romir (SPD) verwies ebenfalls auf die hohen Investitionen in die Brandschutzmaßnahmen der Schule: „Wir haben gedacht, jetzt wäre die Kuh vom Eis, wo wir zigtausend Euro in den Brandschutz gesteckt haben. Und jetzt bricht das Eis mitsamt der Kuh?“ Kruppa wies erneut auf die große Verantwortung hin, die der Gemeinderat im Ernstfall zu übernehmen hätte. „Das Brandschutzgutachten liegt vor. Alle Mitarbeiter der Verwaltung haben Bauchschmerzen, das alles immer wieder zu unterschreiben. Wenn das die Gemeinderäte schultern, ist das kein Problem, aber die Verwaltung ist rauszunehmen.“

Die Ratsmitglieder fühlten sich sicher. Mehrheitlich beschlossen sie, weiterhin außerschulische Veranstaltungen zuzulassen. Diese sollen durch eine Sicherheitswache der Feuerwehr begleitet werden. Zudem soll geprüft werden, die Räume als Versammlungsstätte zu beantragen. Bisher ist lediglich der Eichenrieder Bürgersaal als solche zugelassen.

Julia Adam

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