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Mit brennendem Weihrauch wurde der Steinaltar in der Moosinninger Kirche St. Emmeram in einer feierlichen Zeremonie geweiht. Hier sprechen Pfarrer Michael Bayer, Weihbischof Bernhard Haßlberger und Diakon Thomas Zaminer (v. l.) das Weihegebet. 

Weihe des neuen Steinaltars in St. Emmeram Moosinning 

Brennender Weihrauch und heiliges Öl

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In einem feierlichen Gottesdienst hat Weihbischof Bernhard Haßlberger den neuen Steinaltar der Kirche St.-Emmeram in Moosinning geweiht – mit heiligem Öl und brennendem Weihrauch.

Moosinning– Die Moosinninger Pfarrkirche St. Emmeram hat einen neuen Steinaltar. Geweiht wurde er am Samstagabend in einem feierlichen Gottesdienst von Weihbischof Bernhard Haßlberger. In der gut gefüllten Kirche hatten sich nicht nur Gemeindemitglieder, sondern auch Fahnenabordnungen eingefunden. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Chor des Korbinian-Aigner-Gymnasiums Erding.

In seiner Predigt erinnerte der hohe Geistliche daran, dass ein Altar ein „Symbol für Christus ist“, um den sich die Gemeinde versammelt. „Altar und Ambo spielen in der Kirche eine zentrale Rolle“, sagte Haßlberger. Der Ambo sei „mehr als ein Lesepult. Hier wird das Wort Gottes verkündet“. Nach dessen Segnung wurde der Altar in einem feierlichen Ritual geweiht.

Zunächst wurden Reliquien von Heiligen im Fuß des massiven Steinaltars verstaut. Dann träufelte der Weihbischof heiliges Öl auf die Steinplatte und entzündete Häufchen von Weihrauch an allen vier Ecken. Nach dem Weihegebet wurde der Altar mit einem weißen Tuch bedeckt und mit Kerzen geschmückt. Die Feier der Eucharistie war der krönende Abschluss der Weihe.

Am Ende der etwa zweistündigen Messe dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Georg Nagler dem Weihbischof für sein Kommen und für die „lebensbejahende Art“ seiner Predigt. Nagler betonte die Bedeutung der Altarweihe als „historischen Moment“ und nannte die Art und Weise der Weihe mit brennendem Weihrauch eine „außergewöhnliche liturgische Form“. Schließlich würde ein „Altar“ auch eine Brandstätte für Opfergaben bezeichnen.

Der Weihbischof richtete seine Abschiedsworte an die Ministranten und die Erstkommunionkinder: „Das habt ihr ganz perfekt gemacht.“ Das hatte auch einen Grund: Damit bei der feierlichen Zeremonie nichts schief geht, gab es bereits vorher Stellproben. Anschließend unterzeichneten der Weihbischof, Kreisdekan und Pfarrverbandsleiter Michael Bayer, Kirchenpfleger Peter Thumbs und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Nagler eine Urkunde, mit der die Weihe dokumentiert wurde. Sie wird ihren Platz neben einem ähnlichen Schriftstück von 1929 finden. „Vielleicht werden unsere Nachfolger in 50 oder 100 Jahren wieder eine Urkunde an die Wand hängen und sich dabei vorstellen, was wir hier und heute erlebt haben“, sagte Nagler.

Auf einen Steinaltar musste die Kirchgemeinde der um 1700 erbauten Kirche etwa 50 Jahre lang verzichten. Zuvor war ein Holzaltar im Einsatz, der im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils etwa Mitte der 1960er Jahre als Volksaltar in die Kirche kam, in der bis dahin ein Hochaltar genutzt wurde.

Wie Nagler erklärt, wurden Steinaltar und Ambo vor nicht allzu langer Zeit von Pfarrer Bayer in einem Lager für ehemalige liturgische Gegenstände in Neumarkt St. Veit entdeckt. Beides hatte davor Friedrich Kardinal Wetter, der frühere Erzbischof von München und Freising, privat genutzt. Bayer bekam nach einer Anfrage an den jetzigen Erzbischof Reinhard Kardinal Marx das Einverständnis, Altar und Ambo nach Moosinning zu holen.

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