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Als leidenschaftlicher Kunstmaler ist Wolfgang Martini (90, 2. v. r) in seinem Privatatelier immer noch tätig. Mit seiner Frau Helene lebt er in Moosinning. Zum runden Geburtstag gratulierten Landrat Martin Bayerstorfer (l.) und der Moosinnings Vizebürgermeister Manfred Lex (r.) . 

Wolfgang Martini 90 

Für Wolfgang Martini (90) ist Kunst ein Lebenselixier

Bei bester Gesundheit und mit viel Leidenschaft für die Kunst hat Wolfgang Martini aus Moosinning seinen 90. Geburtstag gefeiert.

Moosinning – „Ich bin immer neugierig auf alles“, verriet der jung gebliebene 90-jährige Wolfgang Martini, dem man sein Alter nicht ansieht und der jetzt seinen runden Geburtstag in Moosinning feierte. Der gebürtige Berliner kam 1968 nach Erding und lebt seit 1984 in Moosinning. Mit seiner Frau Helene, die aus München stammt, ist er seit 30 Jahren verheiratet. Das Ehepaar ist mit viel Schwung im Alltagsleben unterwegs.

Martinis Wunschberuf war sehr früh, Kunstmaler zu werden. „Schon als Kind faszinierten mich Bleistift und Papier mehr als das schönste Spielzeug.“ Die Eltern förderten das Talent ihres Sohnes, der mit elf Jahren seinen ersten Öl-Malkasten bekam. „Das Bedürfnis zu malen verstärkte sich mit den Jahren derart, dass ich eine entsprechende Ausbildung gezielt anstrebte“, erzählte der Jubilar.

Sein Vater, der aus einer Handwerkerfamilie kam, sei mit dem Berufswunsch einverstanden gewesen, habe aber darauf beharrt, dass sein Sohn zunächst einen anderen Beruf erlernte. So absolvierte Martini die Ausbildung zum Chemigrafen, die ihn mit dem Buch- und Offsetdruck vertraut machte. Zusätzlich besuchte der junge Mann abends eine Malklasse an der Meisterschule für Grafik und Buchdruck. Dort entwickelte er seinen „Hang zum Naturalismus“ weiter.

„Die Kriegsjahre verhinderten eine künstlerische Tätigkeit und das erste Jahr nach meiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1946 hatte so gar nichts mit Kunst und Malerei zu tun. Es war geprägt von harter körperlicher Arbeit mit Trümmer- und Schuttbeseitigung.“ Martini verfolgte dennoch seine künstlerische Ausbildung weiter, vor allem als Autodidakt. Im Zuge des Wiederaufbaus schloss er eine Ausbildung als Lehrer für Flugzeugelektronik bei der Bundeswehr ab und kam aufgrund seiner Lehrtätigkeit viel herum. In den letzten Jahren vor seiner Pensionierung war er verstärkt mit der Lehrlingsausbildung am Fliegerhorst Erding beschäftigt.

Sein Herzensberuf ist die Malerei geblieben, der sich Martini immer noch mit großer Leidenschaft widmet. 

Vroni Vogel

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