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Zu Besuch im Rathaus von Moosinning 

Auch die Kinder interessiert die Zukunft ihrer Schule

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Einmal dort sitzen, wo die Gemeinderäte ihres Heimatorts Politik machen: Das durften die Viertklässler der Grundschule Moosinning ausprobieren. Die vierten Klassen sind regelmäßig ins Rathaus eingeladen, um dort zu erleben, wie eine Gemeindeverwaltung funktioniert. Und bei diesem Besuch dürfen sie eben auch in den großen Sesseln im Sitzungssaal Platz nehmen.

Moosinning –Dort erklärte ihnen Pamela Kruppa, dass es zu den Hauptaufgaben eines Bürgermeisters gehört, Gemeinderatsitzungen zu leiten. Dort kämen die wichtigsten Themen auf den Tisch. „Und ein ganz wichtiges Thema wurde erst vor wenigen Tagen behandelt“, sagte Kruppa, und die Kinder wussten ganz genau: Es geht um die Schließung des Eichenrieder Schulhauses.

Dass dies auch bei ihnen zuhause in der Familie durchaus ein Thema ist, zeigte sich in der Fragerunde der Schüler. „Was wird denn jetzt aus der Schule in Eichenried?“, wollte ein Bub wissen. Kruppa erklärte, dass es dazu Diskussionen geben werde, die „bestimmt ebenso lang dauern, wie es gedauert hat, jetzt zu dieser Entscheidung zu kommen“. Es könne aber durchaus sein, dass das Gebäude weiter genutzt werde. Die Turnhalle solle auf jeden Fall bleiben, denn „in Eichenried sind so viele Vereine, die die Halle nutzen. Wo sollten sie denn sonst hin?“

Ein Mädchen wollte zudem wissen, wie es mit der Schule in Moosinning weitergehe. Das Gebäude werde saniert und erweitert, erklärte Kruppa – alles mit Blick auf die Offene Ganztagsschule und die Dreizügigkeit. „Wir fangen gerade mit den Plänen an“, sagte Kruppa. Diese müssten dann noch mit Schule, Schulamt und Gemeinderat abgestimmt werden. Momentan gehe man davon aus, dass die Arbeiten im Jahr 2018 starten können. „Wir wollen das sehr zügig durchziehen, auch wenn das Ziel ehrgeizig ist“, gab Kruppa zu und erklärte, dass das erweiterte Gebäude zum Schuljahr 2019/20 an den Start gehen solle.

Ein Kind wollte von der Bürgermeisterin wissen, was ihr an ihrem Amt besonders gefällt. „Es ist sehr, sehr abwechslungsreich. Kein Tag ist wie der andere. Und ich habe viel mit Leuten zu tun, mit Behörden und auch mit anderen Politikern. Es wird nie langweilig“, sagte Kruppa. Sie ist seit 2008 Bürgermeisterin von Moosinning – in diesem Jahr wurden die meisten der Viertklässler erst geboren, wie sie mit Staunen feststellten.

„Alle Entscheidungen, die im Gemeinderat fallen, verursachen viel Arbeit in der Verwaltung“, erklärte die Gemeindechefin, bevor sie den Kindern ihr Büro zeigte. Dort durften einige auf Kruppas Chefsessel Platz nehmen, bevor die Schüler bei einem Rundgang erfuhren, welche Abteilungen das Rathaus genau umfasst – vom Vorzimmer der Bürgermeisterin bis hin zur Kämmerei. 

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