Premiere des Musicals „maggots“
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Premiere des Musicals „maggots“
Etliche Überraschungen hält das Musical magggots für das Publikum bereit. Realschullehrer Michael Röhrl hat das Stück geschrieben, inszeniert und die Musik dazu komponiert. 60 Schüler und etliche Kollegen hat er im Schlepptau
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Etliche Überraschungen hält das Musical magggots für das Publikum bereit. Realschullehrer Michael Röhrl hat das Stück geschrieben, inszeniert und die Musik dazu komponiert. 60 Schüler und etliche Kollegen hat er im Schlepptau. 
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Musical an der Realschule Taufkirchen

Maden im Bikini, Gummimäuse im Publikum

Um Maden geht es in dem Musical „magggots“, das 60 Schüler unter der Leitung von Michael Röhrl aufführen. Die ersten drei Vorstellungen waren ein voller Erfolg. 

TaufkirchenMichael Röhrl hat wieder zugeschlagen. Alle drei Vorstellungen seines Musicals waren schnellstens ausverkauft. Mit großer Spannung wurde die Premiere erwartet, die ein voller Erfolg war. Als Zauberer verkleidet begrüßte der Autor, Komponist und Regisseur die wartende Menge vor dem alten Rathaus und erklärte, dass „60 hungrige Maden durch das ganze Haus hüpfen“. Schnell studierte er mit den Gästen noch den Refrain ein, der sie das ganze Stück begleiten werde: „We are mag-g-g-ots and we love dead rats“ (Wir sind Maden und lieben tote Raten). Sein Anliegen: Das Musical soll für alle schön und lustig sein.

Und so war es dann auch. Ekel und Schönheit wurden ad absurdum geführt, durchgeknallte Ideen sorgten für viele Lacher und auch, wenn nicht immer alles 100 Prozent perfekt war, amüsierte sich das Publikum bestens.

Doch bevor alles los ging, musste das Publikum erst durch die Desinfektionsschleuse, an der zwei Hausmeister werkelten. Zwei sterile Damen erklärten die Sicherheitsbestimmungen und sorgten während der Aufführung mit Schrubber und Spray immer wieder für Sauberkeit.

Im Saal konnte man den schnuckeligen Madenkindern beim Aufwachen zusehen. Ihre Mama Fybane (Linda Wägner) sorgte für die morgendliche Mundspülung, damit sie „nicht so voll erbärmlich aus dem Mund stinken“ – Röhrl spricht eben die Sprache der Jugend.

Dann war da noch der perfekt gestylte Turnmeister Keno B. (Jakob Ilakovac), der die Maden fit fürs Leben machen wollte. Doch statt Liegestütze zu machen, schmachteten sie ihn lieber an. „In euch stecken so viele Talente, von denen ihr noch nichts ahnt“, munterte er sie auf, mit dürftigem Erfolg. So wollte die Made Flobbine (Sonja Köck) unbedingt ein Schmetterling und keine Fliege werden, während die süß lispelnde Sinpaja (Laetitia Wegmann) immer nur ans Essen dachte. Die kleinen Stars des Abends waren die Zwillingsmaden Mia Eibl und Mia Mooshofer, die temperamentvoll und mit tollen Stimmen auf ganzer Linie überzeugten. Nach der Turnstunde, vielen Stepp- und Gesangseinlagen, einem coolen Rap des Hausmeisters und jeder Menge witziger Überraschungen, etwa einer gigantisch großen, durchlöcherten, toten Maus aus Pappmaché, lockte ein Badetag. Die Maden waren, wie es bei Teenager üblich ist, mit Bikini und Sonnencreme beschäftigt, ahnten nicht, was da „Wurm-Boda“ Willi (Lisa Kuhn) im Schilde führte. Im Angleroutfit, ständig die Plastikhose hoch zupfend, sang er/sie herrlich Bairisch und warf eine Made nach der anderen ins Wasser.

Doch es wäre kein Röhrl-Musical, das nicht happy endet. Wie? Das wird hier nicht verraten, aber – soviel sei gesagt – es werden Gummimäuse ans Publikum verteilt und es schepperte mehrmals laut, wo keiner wusste, gehört das jetzt zum Stück oder nicht. Etwas chaotisch halt, wie Röhrl eben ist. Ihn und seinen Kollegen, Konrektor und Musiklehrer Alexander Götzfried, konnte man wild gestikulierend beobachten, wie sie den Schülern ihre Einsätze vorgaben.

Röhrl stellte zum Schluss alle Mitwirkenden vor, auch die 35 Sänger, Musiker, Souffleuse, alle Helfer sowie seine ihn unterstützenden Lehrerkollegen, die Backstage agierten. Götzfried dankte ihm schließlich, dem „Master of Desaster“: „Ohne dich wäre die Realschule nur halb so bunt.“ (Birgit Lang)

Eine Zusatzvorstellung

gibt es am Freitag, 27. April, um 20 Uhr. Reservierung unter www.magggots.de.

Mehr Bilder auf
erdinger-anzeiger.de

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