Die Biermösl Blosn, Gerhard Polt, die Wellküren und viele weitere Künstler demonstrierten zusammen mit 5000 Besuchern gegen die Isentalautobahn

Musikalischer Großangriff gegen die A94 im Isental

Dorfen - Mit einem musikalischen Feuerwerk protestieren seit dem frühen Nachmittag die Biermösl Blosn, Gerhard Polt, die Wellküren und weitere hochkarätige Künstler auf einer Anhöhe im Isental bei Dorfen gegen den Bau der A 94.

„Stimmen für das Isental“, ist das Motto der Veranstaltung. Und die Künstler erheben vor einer von der Veranstaltern auf über 5000 Besucher geschätzen Menschenmenge eindrucksvoll ihre Stimme gegen den Bau der Isentalautobahn. Bayern, so der Tenor der Künstler, ist mehr als CSU, Landesbank und Autolobby. Bayern ist Heimat. Und ein besonders schönes Fleckerl davon ist das Isental bei Dorfen.

Polt, Plakate, Protest: Bilder von der Aktion im Isental

Polt, Plakate, Protest: Groß-Aktion gegen Isentalautobahn

Heiner Müller-Ermann, der Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die A 94, räumte in einer Rede unumwunden ein, dass die Gerichtsenscheidung pro Autobahn im Teilstück Pastetten-Forstinning für die Autobahngegner ein schwerer Schlag ist. „Solche Schläge gehen an die Knochen. Seit 33 Jahren kämpfen wir für die Heimat, und das absolut gewaltfrei. Wir haben immer darauf vertraut, dass man mit besseren Argumten überzeugen kann.“ Doch trotz der großen Enttäuschung blieben die Autobahngegner bei der Gewaltfreiheit, „auch wenn schwer angesichts der Gewalt, die von ersten Baumaschinen Mensch und Natur angetan wird“.

Wer die Natur hier sehe und wisse, dass es umweltschonendere und kostengünstigere Alternativen gibt, „der kann nicht aufgeben, der muss weitermachen“, so Müller-Ermann.

Die Bundesrepublik feiert heute 60 Jahre Demokratie. „Das ist schön für uns und das Land. Aber wir müssen wachsam sein, denn was wir hier mit der A94 erleben, gibt Anlass zur Besorgnis. Da wird die Demokratie mit Füßen getreten", so der Sprecher der Autobahngegner.

Seit den 80-er Jahren würden Gutachten und Stellungnahmen für die Trasse Haag sprechen. Aber die politisch Verantwortlichen würden das einfach ignorieren. Ein gutes Stück Demokratie seit da den Bach runter gegangen. Auch deshalb dürfe man nicht klein beigeben. Müller-Ermanns Appell an die Besucher: Wahltag ist Zahltag. „Wer verhindern will, dass uns unsere Enkel einmal verfluchen, der muss handeln. Denkt an die Stimmen für das Isental.“ Es sei an der Zeit, den Politikern mit den Stimmen eine Quittung zu erteilen, nur diese Sprache würden sie verstehen. „In der Wahlkabine sieht Euch keiner, höchstens der liebe Gott, und der will bestimmt nicht, dass Ihr die wählt, die seine Schöpfung zerstören.“

Anton Renner

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