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Der neue Vorstand der Nachbarschaftshilfe (v. l.): Vize-Bürgermeister Hans Rasthofer, Elvira Stulberger, Karen Heintges, Inge Berndt, Dagmar von Fraunberg, Anni Gfirtner, Katharina Ciomperlik, Egon Weiß, Michaela Kappes, Bürgermeister Hans Wiesmaier, Rita Sainer, Christel Rastho fer, Hansjörg Walther und Martin Haindl. 

Nachbarschaftshilfe Fraunberg 

628 Einsätze, 1094 Stunden, 6787 Kilometer

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Fraunberger Nachbarschaftshilfe. In der Jahreshauptversammlung wurde der Vorstand neu gewählt.

Fraunberg „Wir sind stolz, dass es euch gibt. Und wir dürfen uns nicht angewöhnen, nicht mehr emotional zu handeln“: Mit diesen Worten lobte Bürgermeister Hans Wiesmaier Vorstand und Helfer für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Fraunberger Nachbarschaftshilfe, die in der Jahreshauptversammlung im Bürgersaal auch eine neue Vorsitzende wählte: Dagmar von Fraunberg.

Katharina Ciomperlik, die bisherige Vorsitzende des drei Jahre alten Vereins, konnte in der Bilanz für 2016 beeindruckende Zahlen vorlegen. So wurden in 628 Einsätzen in der Gemeinde 1094 Stunden Hilfe geleistet und 6787 Kilometer zurückgelegt. Vorwiegend ging es um Hilfen im Haushalt oder bei der Gartenarbeit. Aber auch viele Fahrten zu Ärzten oder zur S-Bahn standen an.

Dass „immer viel mehr in diesen Hilfsleistungen steckt als Zahlen sagen können“, belegte Christel Rasthofer, eine der drei Einsatzleiterinnen. Sie nahmen wochentags Anfragen an und verteilten sie dann an jene 51 Helferinnen und Helfer, die jeweils zur Verfügung standen. „Viele unserer Anfrager wollten eine längerfristige Unterstützung, und für einige unserer Helfer hat sich der Tag an den Einsätzen orientiert.“ Deswegen warb Rasthofer für weitere helfende Hände aus der Gemeinde. Allein in der Flüchtlingshilfe, die verantwortlich von Hansjörg Walther geführt wird, waren 510 Einsätze notwendig. 324 Fahrten für Flüchtlings-Kinder zum Kindergarten wurden geleistet, natürlich auch zu Ämtern, für medizinische Versorgung und zu Umzügen.

„Wenn ich nur meine Kilometer in einem Jahr zusammenzähle, komme ich auf rund 12 000“, sagte Walther. Er und seine Helfer sehen ihre Arbeit vor allem in der Integration, in Lernhilfen und in der Hilfe bei Asylverfahren. „Ohne Respekt, Hilfsbereitschaft, Geduld und Toleranz geht gar nichts“, mahnte Hansjörg Walther, und er adressierte harte Kritik an so manchen Politiker. „Es ist unverständlich und unmenschlich, Menschen, die sich hier integriert und eine Arbeit haben, die Steuern zahlen wie wir auch, aus wahlpolitischen Erwägungen heraus in Länder zurückzuschicken, wo ihnen der Tod drohen kann.“

Schließlich gaben verschiedene Gruppen innerhalb der Nachbarschaftshilfe ihre Jahresberichte ab, erzählten von Erfolgen im Lese-Café, der Handarbeitsgruppe, beim Aquarellmalen oder in den Bastelworkshops. Sehr gut waren auch wieder die Ferienangebote und der Adventsmarkt samt Tombola angenommen worden.

Für dieses Jahr plant der Verein, im November wieder einen Kurs zu mehr Zivilcourage anzubieten. Er möchte Helfertreffen organisieren und einen neuen Flyer erstellen. Und er träumt davon, sich eines Tages aus den finanziellen Rücklagen ein eigenes Transportfahrzeug leisten zu können. Die Kasse wurde, wie Revisor Franz Angermeier betonte, von Irene Lippeck vorbildlich geführt. Weil sie jedoch aus persönlichen Gründen aufhört, wurde sie mit einem kleinen Geschenk verabschiedet.

Friedbert Holz

Der Vorstand:

Vorsitzende: Dagmar von Fraunberg, 2. Vorsitzende: Katharina Ciomperlik, Schatzmeisterin: Karen Heintges, Schriftführerin: Michaela Kappes, Einsatzleiterinnen:Christel Rasthofer, Rita Sainer und Inge Berndt, Beisitzer: Anni Gfirtner, Egon Weiß, Hansjörg Walther, Elvira Stulberger und Martin Haindl, Kassenprüfer:Franz Angermeier und Joachim Homann.

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