Erstmals spielte das NachKlang-Ensemble, das sich über die Konzertreihe der Geigerin Ulli Büsel formiert hat und von ihr geleitet wird. Foto: vogel

Sehr gute Resonanz

NachKlang-Konzert: Ensemble gibt Premiere

Erding - Es ist erst das dritte NachKlang-Konzert, dennoch hat sich das Format bei den jungen Musikern schon etabliert.

Die Konzertreihe „NachKlang“, die Violinistin Ulli Büsel ins Leben gerufen hat, findet sehr gute Resonanz. Man habe gar nicht alle Beiträge aufnehmen können, sondern einen Teil auf den Herbst verschoben, sagte die Geigenlehrerin zu Beginn des Konzerts in Fischers Seniorenzentrum.

Die Courage, Kreativität, frische Musizierfreude sowie technische Sicherheit der Kinder und Jugendlichen begeisterte. Hohe Anforderungen stellt Joseph Haydns Cello-Konzert an den Solisten. Felix Eckert präsentierte den ersten Satz mitreißend und engagiert. Wie ein endgültiges Statement komponierte Johann Sebastian Bach seine schmucklosen und gleichzeitig intensiven Cellosuiten, die den Hörer ergreifen und in ihrer Zeitlosigkeit erstaunlich modern wirken.

Tilman Seeßelberg hatte das Präludium aus der Cellosuite in d-Moll zu seinem Eigenen gemacht. Ganz aus dem Eigenen schöpfte Quirin Vogel, der sich zu einer dichten Improvisation im klassischen Stil auf dem Klavier inspirieren ließ - frei und formal geschlossen zugleich. Ebenfalls selbst komponiert waren ein Boogie und ein rhythmisch vertrackter Swing, mit denen der gerade mal achtjährige Paul Brüllmann die Tasten tanzen ließ. Die verspielte Virtuosität im ersten Satz von Wolfgang Amadeus Mozarts Violinsonate in G-Dur vermittelte Luisa Breiner. Johanna Schumertl sang die berühmte Arie des Cherubino aus der Mozart-Oper „Figaro“ nicht nur, sie schlüpfte mit charmanten Gesten mitten in die Rolle hinein. Anna Kellner (Violine) und ihr Bruder Martin (Klavier) spielen schon seit vielen Jahren zusammen. Das hörte man auch, als sie im harmonischen Zusammenklang die „Scène de Ballet“ von Charles-Auguste de Bériot zum Leben erweckten. Ein weiteres Virtuosenstück für die Geige war das Violinkonzert in a-Moll von Jean Baptiste Accolay: Hier begeisterte Shirin Langer mit ihrer energiegeladenen Darbietung.

Sebastian Ludwig hatte am Klavier eine Sonatine von Muzio Clementi mitgebracht. Lisa Haindl begab sich mit ihrer Geige in die Welt des Bachschen Barock. Mirjam Müller bewältigte einen Satz aus einem Konzert von Oskar Rieding. Katharina Schultheiß war auf der Trompete und dem Klavier zu hören.

Bilder: NachKlang-Konzert in Erding

Inzwischen hat sich ein Nachklang-Ensemble zusammengefunden, mit dem Ulli Büsel einen ersten Auftritt vorbereitet hatte. Die aus Streichern bestehende Gruppe begleitete die beiden Violinsolistinnen Laura Friedrich und Lisa Mayer bei einem langsamen Satz aus einem Konzert von Antonio Vivaldi. Außerdem war das Ensemble mit zwei Sätzen aus einem Trio des böhmischen Komponisten Johann Baptist Vanhal zu hören. Und noch einmal Vivaldi: Ein Debüt im Zusammenspiel hatten auch Victoria Heide (Violine) und Hannah Pollmann (Klavier). Mit Matthias Schultheiß und Dieter Knirsch standen zwei erfahrene Pianisten zur Seite.

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