Besuch im Naturkindergarten: Bürgermeister Heinz Grundner, Kindergärtnerin Marie Christine Wiechmann, Bundesfreiwilligendienstler Michael Paul, Stadtkämmerin Maria Bauer; Therese Englmeier und Gruppenleiterin Kristina Schmitz (v .l.) mit Kindern der Einrichtung. Foto: Weingartner

Naturkindergarten „a großartige G'schicht“

Dorfen - Ob es schön ist oder kalt, bei Regen oder Hitze, die Kinder im neuen Naturkindergarten der Stadt Dorfen spielen und lernen gerne unter freiem Himmel.

Auch gestern tobten und sausten die derzeit 19 Kinder (elf Vorschulkinder) beim Besuch von Bürgermeister Heinz Grundner fröhlich im Freien. Der Stadtchef stellte zusammen mit der Leiterin des Naturkindergartens, Kristina Schmitz, sowie der Leiterin des städtischen Kinder- und Jugendhauses, Therese Engelmeier, das neue Kinderbetreuungsangebot vor.

Ein erster Anlauf in Dorfen, einen Waldkindergarten einzurichten, war vor Jahren gescheitert. Damals fehlte ein geeignetes Grundstück, erinnerte Grundner. Das hat man jetzt mit einem Privatgrundstück unweit des Isen-Vilstal-Radlwegs am Mühlanger gefunden. Das „ideale Areal“ habe man für den Naturkindergarten pachten können. Dort haben die Kinder auf rund 6000 Quadratmetern viel Platz unter dem großen Baumbestand. Der Standort sei „ideal“, weil er stadtnah und doch mitten im Naturschutzgebiet liege und Ausflüge, etwa zum nahen Isenauen-Park, erlaube. Zudem sei er gut mit dem Rad oder Auto erreichbar.

Das Fazit des Bürgermeisters: „A großartige G’schicht“. Da werde das Verständnis und Interesse der Kinder für die Natur geweckt und geprägt. Das sei wichtig, gerade heute, wo viele Kinder stundenlang vor dem Computer oder Fernseher hockten. Gleichwohl sei es „nicht jedermanns Sache“. Aber mit dem Naturkindergarten könne die Stadt nun „fast jedes Betreuungskonzept in den Kindergärten anbieten“.

Die Gruppe gehört zum Kinder- und Jugendhaus. Schmitz, eine der beiden Gruppenleiterinnen, berichtete von „durchaus positiven Erfahrungen“ seit der Eröffnung. „Die Kinder lernen draußen genauso viel“, nur würden etwa zum Zählen Naturmittel wie Steine verwendet. Angst müsse man auch nicht haben, denn bei extremen Wetter können die Kinder in den Bauwagen, wo auch gegessen werde.

Das Angebot Naturkindergarten wird sehr flexibel gehalten. Ein Wechsel vom Regelkindergarten in die Naturgruppe und umgekehrt sowie auch ein Schnuppern ist möglich. Einen Tag bleiben die Kinder im Kinder- und Jugendhaus und einen Tag verbringen sie im Seniorenheim Marienstift, erklärte Englmeier. Die Investitionen für den Start hätten sich „mit einigen Tausende Euro im Rahmen gehalten“, informierte Stadtkämmerin Maria Bauer. Sorgen um den weiteren Betrieb müsse man sich nicht machten. Es gebe zahlreiche Interessenten. (prä)

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