Kurz vor der Corona-Krise nahmen zwei Neuchinger an der Charity-Rallye „The Baltic Sea Circle“ teil, die sie ans Nordkap führte.
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Wir haben es geschafft! Stefan Heinze und Andrea Stengl (M.) posieren am Nordkap. Der Globus dort gilt als Wahrzeichen für den nördlichsten Punkt Europas.
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Durch tief verschneite Landschaften führte die ereignisreiche Rallye im Norden Europas
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Eine Augenweide waren für das junge Paar aus Niederneuching die Polarlichter.

Viele tolle Momente und ein Schock

Rallye ans Nordkap: Andrea Stengl und Stefan Heinze erzählen von ihrem Abenteuer

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Kurz vor der Corona-Krise nahmen zwei Neuchinger an der Charity-Rallye „The Baltic Sea Circle“ teil, die sie ans Nordkap führte.

NiederneuchingAufregende Tage und das wohl spannendste Abenteuer ihres Lebens liegen hinter Andrea Stengl und Stefan Heinze. Die beiden Niederneuchinger nahmen noch vor der Corona-Krise an der Charity-Rallye „The Baltic Sea Circle“ teil, die sie ans 7500 Kilometer entfernte Nordkap führte.

Zehn Länder hat das Pärchen dabei mit Waldi, dem 23 Jahre alten moosgrünen Subaru Forester, bereist und in den 16 Tagen einige Überraschungen erlebt, wie die 29-jährige Erzieherin nach der Rückkehr berichtete. Rallye-Start war am Hamburger Fischmarkt. Da aber das Wetter zu Beginn des Abenteuers nicht mitspielte, wurde die gebuchte Fähre am ersten Tag abgesagt. „Da hieß es gleich umplanen. Also ging’s direkt in Richtung Brücke von Dänemark nach Schweden rüber“, erzählt Stengl.

200 Kilometer mit stinkendem Fisch im Auto

Am Start bekamen sie ein Roadbook. Das enthielt jeden Tag eine Aufgabe, die zu erfüllen war. „Das war spannend, witzig und brachte tolle Eindrücke.“ So mussten die beiden etwa mit einem anderen Team einen Schneemann bauen, einen Helikopter oder Panzer finden, ein Geisterhaus besuchen oder ein Kreuz auf einem bestimmten Hügel aufstellen. „Und dann mussten wir auch einen ,stinke Fisch’ öffnen und im Auto 200 Kilometer transportieren“, ergänzt Stengl.

Die ersten Reisetage waren eine besondere Herausforderung. „Wir kamen immer erst spät am geplanten Ort an.“ Doch mit Waldi hatten sie ein treues Gefährt, das kaum Mucken machte. Nur der Auspuff ist einmal gebrochen. In einer Werkstatt bei Narvik (Norwegen) wurde das repariert. Waldi diente auch als Unterkunft. „Das Schlafen im Dachzelt war super. Wir haben tolle Orte gefunden, an denen wir ungestört stehen bleiben konnten. Wir haben natürlich auch Unterkünfte gebucht, denn duschen war auch mal ganz schön. Die kälteste Temperatur war minus 19 Grad Celsius“, erzählt Heinze (32). Und: „Wir haben tolle Menschen getroffen und waren von der Natur fasziniert. Absolutes Highlight waren die Nordlichter. Einfach beeindruckend. Auch der Besuch am Nordkap, dem nördlichsten Punkt Europas, war wunderschön. Das Wetter war perfekt“, schwärmen die beiden.

Glück: Pandemie nahm erst nach der Rückkehr an Fahrt auf

Der schmerzlichste Reiseteil kam am Schluss, als Waldi in Polen aufgebrochen wurde. „Es war alles weg. Unser komplettes Equipment und viele Mitbringsel der Reise“, erzählen Stengl und Heinze, die den Schock mittlerweile verdaut haben. Ohne weitere Zwischenfälle sind sie dann in Hamburg angekommen, wo das Abenteuer endete.

„Die Reise hat uns als Paar noch enger zusammengeschweißt. Wir würden es jederzeit wieder tun“, versichern die beiden. „Von Corona haben wir während der Reise nichts mitbekommen – nur abends, wenn man mal online Zeitung gelesen hat. Es wurde erst schlimm, als wir bereits zurück waren. Wir hatten also wirklich richtiges Glück“, freuen sie sich. Auch karitativ war die Rallye ein Erfolg, denn Stengl und Heinze haben 840 Euro für das Tierheim Erding gesammelt.

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Daniela Oldach

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