Stolz auf die Bestleistung: Bernhard Schindlbeck.
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Stolz auf die Bestleistung: Bernhard Schindlbeck.

Neuchinger Metallbauer Schindlbeck absolviert Meisterschule als Bester seines Fachs

Bernhard mit den Schmiede-Händen

  • VonDaniela Oldach
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Reife Leistung: Bernhard Schindlbeck (25) aus Niederneuching hat die Meisterschule für Metallbauer mit Bestnoten abgeschlossen.

Niederneuching – Das vergangene Jahr stand nicht nur im Zeichen von Corona. Für Bernhard Schindlbeck brachte es auch einen ausgezeichneten Berufsabschluss. Der 25-jährige Niederneuchinger schloss die Meisterschule für Metallbauer mit Bestnoten ab. Kurz vor Weihnachten gab es dann ein besonderes Geschenk für den jungen Mann: Mit der Post kamen die Meisterbriefe mit den Ehrungen für die Prüfungsbesten. Schindlbeck absolvierte mit den besten Noten im Fachbereich Metallbau der Handwerkskammer für München und Oberbayern.

Der 25-Jährige freut sich neben dem Meisterpreis über die Jahresbestmeister-Urkunde und eine Goldmedaille für die hervorragenden Leistungen. Von September 2019 bis Juli 2020 hatte Schindlbeck die Schule in München besucht. „Zu Beginn der Meisterschule hatte ich gleich ein paar gute Noten nacheinander. Das war wohl Ansporn genug, um dran zu bleiben und das Notenniveau hoch zu halten. Daraus entstand dann ein Schulabschluss-Zeugnis mit dem Notenschnitt von 1,08“, erzählt er stolz.

Gerade am Anfang war es für ihn aber eine Herausforderung. Denn neben dem Pauken galt es auch, die jährliche Beachparty des Burschenvereins Oberneuching, dessen Vorsitzender Schindlbeck ist, zu organisieren. 2019 durfte ja noch gefeiert werden.

Das prämierte Meisterstück mit Schiebe-Klapptüren und einem elektrischen Fach.

Mit dem Besuch der Meisterschule alleine war es aber noch nicht getan. „Das Jahr auf der Meisterschule ist prinzipiell nur ein Vorbereitungskurs auf die vier Prüfungsteile der Meisterprüfung bei der Handwerkskammer“, erklärt er. Die Vorbereitung auf die theoretischen Prüfungen lief im Homeoffice und in Eigeninitiative. „Der Übergang vom Präsenzunterricht auf Homeoffice war von der Meisterschule top organisiert, der Unterricht lief relativ problemlos weiter“, berichtet Schindlbeck.

Als Meisterstück entschied er sich für einen platzsparenden Waschtischunterschrank, den er selbst entwarf, konstruierte und fertigte. „Da ein herkömmlicher Waschtischschrank natürlich kein meisterwürdiges Projekt ist, habe ich ihn mit einigen technischen Raffinessen wie beispielsweise einem elektrisch ausfahrbaren Fach und Schiebe-Klapptüren sowie ein paar handwerklich anspruchsvollen Details ausgestattet. Das sind eine geschmiedete Handtuchhaltestange und eine Schrifttafel aus Bronze. Es entstand eine Kombination aus Stahl, Glas, Bronze, Holz und Naturstein“, erklärt Schindlbeck seine Meisterarbeit. Später wird sie einmal sein eigenes Bad zieren.

Normalerweise werden die Meisterbriefe im Rahmen einer großen Feier auf der Messe Heim und Handwerk in Riem vergeben. Dabei werden dann auch die Jahresbestmeister der einzelnen Fachrichtungen geehrt. Für Schindlbeck gab es nun eine coronakonforme „Meisterfeier dahoam“. Seinem Arbeitgeber ist der Niederneuchinger treu geblieben. Schindlbeck hatte schon seine Ausbildung bei der Firma Kunstschmiede und Metallbau Neumaier in Forstern absolviert und ist jetzt dort als Metallbaumeister tätig.

do

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