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Da jubelt er noch: 120 Kilogramm Kampfgewicht brachte Maximilian „Äl Radicalo“ Gerlsbeck beim offiziellen Wiegen auf die Waage. Im Ring verlor er dann seinen ersten Kampf gegen den späteren Sieger, Lokalmatador „Erbsenknedl“.

Oberneuchinger ist beim Burschenboxen in Anzing angetreten

Publikumsliebling Äl Radicalo unterliegt dem Lokalmatador

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Es war nicht der Tag des Äl Radicalo. Schon nach 90 Sekunden war alles vorbei: Der Oberneuchinger musste sich beim Burschenboxen in Anzing dem späteren Sieger im Schwergewicht geschlagen geben.

Oberneuching/Anzing – Es war nicht der Tag des Äl Radicalo. In den vergangenen Wochen hatte der Burschenverein Oberneuching eifrig die Werbetrommel für das Burschenboxen in Anzing (Kreis Ebersberg) gerührt, bei dem mit Maximilian Gerlsbeck alias Äl Radicalo auch ein Oberneuchinger in den Ring stieg.

Doch nach 90 Sekunden und einer für viele der zahlreich mitgereisten Fans umstrittenen Kampfrichter-Entscheidung war alles vorbei: Äl Radicalo schied in seinem ersten Duell nach eineinhalb Minuten durch technisches K.o. aus. Gefeiert aber wurde trotzdem. Das Ziel des Burschenvereins war, aufs Gründungsfest anlässlich seines 35-jährigen Bestehens von 1. bis 9. Mai 2021 hinzuweisen. Und Äl Radicalo war die erste Werbemaßnahme.

Der Spaß stand im Mittelpunkt

Trotz der Niederlage stand der Spaß beim Burschenboxen am Samstag im Mittelpunkt. Eine Gaudi war schon die Pressekonferenz am Nachmittag im Alten Wirt. Pressesprecher Blasi Baamhackl (Florian Fink) leitete das Spektakel, Trainer Erich „Gott“ Hösl war ebenso dabei wie Manager „Don Bauro“ (Martin Bauer) und Äl Radicalo selbst sowie viele Fans. Stilecht wurde der Kämpfer mit einer Audi-Limousine nach Anzing gebracht, die Anhänger fuhren mit Bussen.

Schlachtruf: „Niemand wird es wagen, Äl Radicalo zu schlagen!“

Unter großem Jubel ging’s ins Festzelt, begleitet vom Schlachtruf „Niemand wird es wagen, Äl Radicalo zu schlagen“. Schlagkräftig waren aber auch die anderen zehn Burschen – darunter weitere Vertreter aus dem Erdinger Land. So erkämpfte sich Andre Löschner vom Burschenverein Neufinsing im Cruisergewicht den zweiten Platz; „Highlander“ musste sich am Ende Benedikt Riemensperger aus Allershausen (Kreis Freising) geschlagen geben. Soweit schaffte es Äl Radicalo gar nicht. 

Der Kampfrichter entscheidet auf technisches K.o.

Er traf in seinem ersten Kampf auf den späteren Sieger im Schwergewicht, Sebastian Erber – 120 Kilo „radikales Kampfgewicht“ gegen 96 Kilo „Erbsenknedl“, so Erbers Kampfname. Gerlsbeck gelingt der erste Schlag, Lokalmatador Erber wird angezählt. Doch der 20-Jährige fängt sich und schlägt zurück. Der Oberneuchinger Publikumsliebling stürzt überraschend zu Boden, der Kampfrichter entscheidet auf technisches K.o. Die Neuchinger Schlachtenbummler sind fassungslos.

Und auch Gerlsbeck kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Peter Lutzny vom Kickboxcenter Erding versucht, die aufgebrachte Menge zu beruhigen. „Sicherheit geht vor“, betont er immer wieder. Das muss dann auch der letzte enttäuschte Fan einsehen. 

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