Screenshot des Instagram-Profils von Neuchings Bürgermeister Thomas Bartl
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Einblicke in Privatleben und Arbeitsalltag als Bürgermeister zeigt Thomas Bartl auf seinem öffentlichen Instagram-Profil (Screenshot).

Fake-Profil auf Instragram – Neuchings Bürgermeister nimmt’s mit Humor

Fake-Profil auf Instragram: Der doppelte Thomas Bartl

Die Tücken des Internets hat schon so manche öffentliche Person zu spüren bekommen. Nun hat es auch einen Bürgermeister aus dem Landkreis erwischt.

Neuching – Vom Neuchinger Gemeindechef Thomas Bartl tauchte kürzlich im sozialen Netzwerk Instagram ein sogenanntes Fake-Profil auf und sorgte für Verwirrung: Eine unbekannte Person hatte Bartls Fotos gespeichert und sie erneut unter einem fast identischen Namen veröffentlicht.

Der 30-jährige Niederneuchinger ist neben Facebook auf der Plattform Instagram aktiv und gibt dort immer wieder private wie auch berufliche Einblicke in sein Leben. Kürzlich erschien bei Instagram allerdings ein neues Profil des Bürgermeisters. Der Name des neuen Accounts „thomas_bartl204“ unterschied sich nur leicht vom realen Profil „thomas.bartl.2020“.

Veröffentlicht wurden dort einige von Bartl bereits gepostete Bilder – allerdings nicht chronologisch sowie manche Fotos sogar doppelt oder dreifach. Der Bürgermeister selbst bemerkte das zweite Profil anfangs gar nicht, bis ihn sein befreundeter JU-Kollege Daniel Gottal fragte, seit wann Bartl zwei Instagram-Seiten habe. „Aber das andere Profil war natürlich nicht von mir“, erklärt der Niederneuchinger.

Viele von Bartls Bekannten hatten dies allerdings nicht hinterfragt – das neue Profil hatte schnell mehr als 100 Abonnenten. Nur eine gute halbe Stunde, nachdem der 30-Jährige und andere JU-Mitglieder das Fake-Profil bei Instagram gemeldet hatten, war es auch schon wieder gelöscht.

„Ich bin überrascht, aber dankbar, dass das so schnell wieder vom Tisch war“, sagt Bartl. Zwar ärgert er sich gar nicht so sehr über den Vorfall und nimmt es eher mit Humor. Nachvollziehen, wer hinter dem falschen Account steckt, kann der Bürgermeister allerdings immer noch nicht. „Ich habe keine Idee, wer sich diese Mühe macht, und verstehe den Nutzen dahinter nicht“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Bartl hofft, dass das Fake-Profil eine einmalige Sache war. An seinem Social-Media-Verhalten möchte er aber nichts verändern, denn „ich bin dort eh nicht andauernd präsent“.

Markus Ostermaier

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