+
Der Fahrer war sofort tot. War aber noch eine Person in dem Cabrio? Um das zu klären, hoben Feuerwehrleute das Wrack an.

Staatsstraße stundenlang gesperrt

Unfall-Drama: Alfa-Fahrer (34) rast in den Tod - Vierköpfige Familie in Klinik

  • schließen

Ein 34-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis Erding ist in der Nacht auf Sonntag bei einem Zusammenstoß auf der Staatsstraße 2082 bei Niederneuching tödlich verunglückt. Eine vierköpfige Familie wurde dabei verletzt.

Niederneuching/Erding – Deutlich überhöhte Geschwindigkeit – das war laut Polizei Erding der Auslöser für einen tödlichen Unfall in der Nacht zum Sonntag gegen 0 Uhr. Bei seiner Fahrt auf der Staatsstraße 2082 von Niederneuching in Richtung Erding verlor ein 34-Jähriger aus dem nördlichem Landkreis die Kontrolle über seinen Alfa Romeo. Auf Höhe Weierhäuser raste er den Unfallspuren nach in einer langgezogenen Linkskurve aufs Bankett. Beim Gegenlenken brach das Heck aus, und der Alfa wurde auf die Gegenfahrbahn und damit gegen einen BMW geschleudert.

Lesen Sie auch: Mit 190 km/h: Münchnerin verliert Kontrolle über Tesla - Trümmerfeld auf A95

Dessen 54-jähriger Fahrer aus Oberhaching legte eine Vollbremsung hin, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Der Alfa Romeo wurde an der rechten Seite frontal erfasst und in die Böschung katapultiert. Der 34-Jährige verstarb sofort an der Unfallstelle, an schwersten Genickverletzungen, wie der Notarzt später feststellte.

Die vierköpfige Familie im BMW - neben dem Vater am Steuer die Mutter (52) und die Tochter (24) mit ihrem Freund (27) - wurde laut Polizei mittelschwer verletzt. Alle vier wurden ins Krankenhaus gebracht. Genaueres zu den Verletzungen ist noch nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Landshut ordnete eine Blutentnahme bei dem Alfa-Fahrer, die Beschlagnahmung beider Autos sowie unfallanalytische und technische Gutachten an. Die Staatsstraße war für viereinhalb Stunden komplett gesperrt. Im Einsatz waren auch mehrere Feuerwehren und ein Polizeihubschrauber.

Tödlicher Unfall im Kreis Erding - Bilder vom Rettungseinsatz

Zunächst war unklar, ob sich in dem roten Alfa-Cabrio weitere Personen befunden hatten. Deswegen suchten Aktive der Feuerwehren Altenerding und Niederneuching die Umgebung intensiv ab und hoben auch das Wrack an. Die Suche blieb aber erfolglos. Der Wagen des Unfallverursachers wurde völlig zerstört. Die Polizei gibt den Sachschaden mit 10 000 Euro an. Der Schaden an der massiv eingedrückten Front des BMW wird auf rund 30 000 Euro beziffert.

Frontalkollision auf Flughafentangente

Eingeklemmt und schwer verletzt wurden die zwei Insassen eines Citroen in der Nacht zum Samstag bei einer Frontalkollision auf der Flughafentangente Ost (Staatsstraße 2580) bei Erding. Unfallverursacher war der Polizei zufolge ein 21-Jähriger am Steuer eines weißen BMW aus Taufkirchen im Landkreis München. Er fuhr auf der FTO von Erding in Richtung Markt Schwaben und überholte nach der Auffahrt Erding-Nord einen Mazda.

Anschließend blieb der Überholer zunächst auf der Gegenspur und wollte wieder nach rechts einscheren, als er den Citroen sah. Dessen 30-jähriger Fahrer aus Bozen wich wiederum nach links aus. Und es kam inmitten der FTO zum Frontalzusammenstoß, nach dem beide Fahrzeuge in die jeweils rechten Leitplanken geschleudert wurden.

Die beiden Citroen-Insassen, neben dem Fahrer eine 28-jährige Frau, wurden eingeklemmt, nach einer halben Stunden von Rettungskräfte befreit und schließlich vom Rettungshubschrauber in Münchner Krankenhäuser geflogen.

Die drei jungen Männer im BMW wurden nur leicht verletzt. Der 21-Jährige am Steuer und seine beiden 19-jährigen Beifahrer wurde mit Halswirbel-Syndrom in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Beim BMW-Fahrer wurden vor Ort drogentypische Ausfallerscheinungen festgestellt. Es erfolgte daher eine Blutentnahme. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung. Beide Fahrzeuge wurden komplett zerstört. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 35 000 Euro. Die FTO war für dreieinhalb komplett gesperrt.

Lesen Sie auch:

Rettungsaktion endet tragisch: Zwei Tote in Pullinger Weiher - neue Details zu Opfern

Schlimme Szenen haben sich am Samstagnachmittag am kleinen Pullinger Badeweiher nahe Freising abgespielt. Zwei junge Männer sind ertrunken. Offenbar konnten sie nicht schwimmen.

Rätselhafter Knall löst Großeinsatz mit Helikopter in Schwabing aus

Ein lauter Knall, der „die Erde zum Beben gebracht“ hat, hat in Schwabing einen Großeinsatz ausgelöst.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erdings bekanntester Künstler ist tot
In der Erdinger Kulturlandschaft klafft ab sofort eine große Lücke: Künstler Rudolf L. Reiter ist in der Nacht auf Mittwoch verstorben. Obwohl sich seine Werke weltweit …
Erdings bekanntester Künstler ist tot
Rutschender Hang mitten im Baugebiet
Der Wendehammer am Ende der Straße am Spatzenberg ist ins Rutschen gekommen. Möglicherweise liegt ein Baufehler vor, der dem Markt Wartenberg nun vielleicht einen …
Rutschender Hang mitten im Baugebiet
Mit der Schülerzeitung nach Berlin
Die Montessori-Schule Aufkirchen hat mit ihrer Schülerzeitung „Montefeder“ unter 1900 Teilnehmern den dritten Platz im deutschlandweiten Wettbewerb erreicht.
Mit der Schülerzeitung nach Berlin
Fischsterben: Trifft Stadt die Schuld?
 An die 300 Fische sind vergangene Woche im Isenflutkanal verendet. Offiziell ist die Ursache für das Massensterben von Barben, Nasen, Hechten und Zandern noch …
Fischsterben: Trifft Stadt die Schuld?

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion