Die Treppe am Ende des Finkenwegs war ein Diskussionspunkt im Neuchinger Gemeinderat.
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Die Treppe am Ende des Finkenwegs war ein Diskussionspunkt im Neuchinger Gemeinderat.

Straße in Oberneuching wird saniert

Finkenweg: Anlieger wünschen Tempo 30 statt Spielstraße

  • vonDaniela Oldach
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Tempo 30 statt Spielstraße: Der Gemeinderat Neuching folgt beim Finkenweg teils den WÜnschen der Anlieger.

Oberneuching– Die Sanierung des Oberneuchinger Finkenwegs hatte der alte Gemeinderat noch im April beschlossen. Zum verkehrsberuhigten Bereich mit ausgewiesenen Stellplätzen, aber ohne Gehweg sollte die Straße umgebaut werden (wir berichteten). Doch die Anwohner wollen das nicht und äußerten bei einer Anliegerversammlung ihre Wünsche und Bedenken. Deshalb wurde jetzt im Gemeinderat neu beratschlagt.

Anlieger-Wünsche „anders, als wir es ursprünglich geplant haben“

Bürgermeister Thomas Bartl (CSU), seine Stellvertreter Martin Bichlmaier (SPD) und Manfred Mittermaier (FWG) sowie Bauamtsleiter Erhard Huber hatten sich mit den Anwohnern getroffen. Und deren Wünsche „sind anders, als wir es ursprünglich geplant haben“, sagte Bartl im Gemeinderat. Denn die Anlieger möchten keinen verkehrsberuhigten Bereich (sogenannte Spielstraße), sondern eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h. Längsparker sollen nur am Wendehammer und an der Nordseite der Auffahrt zugelassen werden. Auch soll dort kein Gehweg entstehen.

Diese Gegebenheiten sowie vereinzelt öffentliche Parkplätze waren auch in den jüngsten Baugebieten wie beispielsweise am Lößbergfeld, der Margeritenstraße, dem Lilienweg oder Am Kampelbach umgesetzt worden.

Ein weiterer Wunsch der Anlieger ist, an der Ausfahrt des Finkenwegs zur St.-Martin-Straße hin das „Vorfahrt gewähren“- durch ein Stoppschild inklusive weißer Haltelinie zu ersetzen. Die geplanten Parkplätze an der West- und Ostseite sahen die Anlieger kritisch, denn sie befürchten, dann nicht mehr sicher ihre Grundstücksausfahrten nutzen zu können.

Gehweg - oder doch nicht?

Ist aber ein Gehweg notwendig oder nicht? Mittermaier sprach sich für einen „angedeuteten Gehweg“ mit abgesenktem Bordstein aus. Für Kinder oder Rollstuhlfahrer bedeute das mehr Sicherheit, argumentierte er. Martin Schwarzenbeck (CSU) regte an, einen Gehweg, der bündig mit der Straße ist, zu bauen. „Ich würde den Wünschen der Anlieger folgen und keinen Gehweg machen“, sagte hingegen Reicheneder. Doch ein Gehweg kommt, das beschloss die Mehrheit im Gremium.

Längsparker dürfen aber nur am Wendehammer parken. Keine Diskussion gab es außerdem bei der Beschränkung auf 30 km/h statt Spielstraße und dem Stoppschild samt Haltelinie. Hier folgte der Gemeinderat den Wünschen der Anlieger.

Kinderwagenrampe an der Treppe?

Diskussionsbedarf bestand zudem, ob für die Treppe am Ende des Fußwegs eine Kinderwagenrampe angebracht werden soll. Wird sie mit einer abgeschwächten Steigung realisiert, muss das angrenzende Zaunfundament versetzt werden. Der Grundstückseigentümer habe laut Bartl hierfür Einverständnis signalisiert. Dabei fallen aber Mehrkosten an, denn der Teer und das Erdreich müssen abgetragen werden. Beim Ortstermin seit zudem eine Frau mit Kinderwagen dabei gewesen, die gesagt habe, sie würde die Rampe gar nicht benutzen. Und so beschloss das Gremium, darauf zu verzichten und nur eine Treppe am Ende des Fußwegs anzubringen.

Auch beim zusätzlichen Kabel-Leerrohr als Reserve gingen die Meinungen auseinander. Es lagen zwei Angebote vor für ein Leerrohr mit einem Innendurchmesser von fünf Zentimetern und für eines mit elf Zentimetern. Die Länge betrug jeweils 200 Meter. Im Preis inbegriffen waren Lieferung, Verlegen und ein Trassenwarnband. Die Preise betrugen knapp 3000 Euro beziehungsweise knapp 3400 Euro.

Doch braucht’s das überhaupt? Schließlich wird der Finkenweg schon mit Glasfaser versorgt. Die Telekom hatte im Vorfeld mitgeteilt, dass sie keine Glasfaser- oder Leerrohrverlegungen plant. Otto Hainz (SPD) meinte, das Kabel eventuell für spätere Fernwärme nutzen zu können. „Es geht wegen der Gewährleistung keine Firma in ein Leerrohr, das sie nicht selbst verlegt hat“, merkte hingegen Markus Reicheneder (FWG) an. So votierte der Gemeinderat auch gegen die Verlegung eines Leerrohrs.

Daniela Oldach

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