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Neuching legt Kampfhunde und große Hunde an die Leine

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Von: Bernd Heinzinger

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Schäferhunde stehen auf einer Wiese
Bestimmte Hunde müssen im Neuchinger Gemeindegebiet künftig auf allen öffentlichen Anlagen, Wegen, Straßen und Plätzen an die Leine - darunter auch Schäferhunde (Symbolbild). © Stefan Puchner/dpa

Bestimmte Hunde müssen im Neuchinger Gemeindegebiet künftig auf allen öffentlichen Anlagen, Wegen, Straßen und Plätzen an die Leine.

Neuching – Im Neuchinger Gemeindegebiet gibt es künftig auf allen öffentlichen Anlagen, Wegen, Straßen und Plätzen einen Leinenzwang für bestimmte Hunde. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig, nachdem er bereits im Juli ausführlich darüber diskutiert hatte.

Von der verabschiedeten Verordnung betroffen sind nur sogenannte Kampfhunde und große Hunde. Bei Letzteren handelt es sich um Vierbeiner, die erwachsen eine Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimeter haben. Schäferhund, Boxer, Dobermann und Deutsche Dogge gelten dagegen immer als große Hunde.

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Es gibt jedoch auch Ausnahmen von den Vorschriften, und zwar für Blindenhunde, für Polizei- und Rettungshunde im Einsatz sowie für Hunde, die eine Herde hüten.

Die Leinenpflicht gilt für die öffentlichen Bereiche der Gemeinde Neuching, explizit aber nicht für die Wege entlang des Isarkanals. Seitens der Verwaltung kam als Erklärung, dass diese nicht öffentlich gewidmet und auch nicht im Eigentum der Gemeinde seien. Beatrix Ertl (CSU) fragte trotzdem noch einmal nach, ob dies nicht doch möglich sei. Von Bürgermeister Thomas Bartl (CSU) kam die rasche Antwort, dass der Kommune hier die Hände gebunden seien.

Eine weitere Nachfrage lautete, ob die Gemeinde die neue Verordnung nicht eigentlich für alle Hunde haben wollte. Dies sei rechtlich nicht möglich, betonte der Bürgermeister. Markus Hermansdorfer (WGN) fügte an, dass dies nur über eine Allgemeinverfügung gehe. „Das wäre aber eine Grauzone, und so etwas gibt es in keiner Gemeinde im Landkreis Erding.“ Auf die Schnelle könne man eine solche ohnehin nicht rechtssicher formulieren.

Damit zeigte sich das Gremium schließlich zufrieden und beließ es bei der Verordnung für Kampfhunde und große Hunde. Bei Zuwiderhandlungen gegen die neue Leinenpflicht drohen künftig Geldbußen.  

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