Gemeinderat Neuching 

Krippenanbau für 1,2 Millionen Euro

Ein Anbau an das bestehende Gebäude der Kinderkrippe Oberneuching soll nicht nur den Bedarf an Betreuungsplätzen in der Gemeinde Neuching decken. Er soll auch ein Puffer für die nächsten Jahre sein. Kostenpunkt: rund 1,2 Millionen Euro.

Oberneuching Als schnellste und effektivste Lösung bezeichnete Bürgermeister Hans Peis (CSU) einen Anbau an das bestehende Gebäude der Kinderkrippe Oberneuching. Er möchte damit in möglichst kurzer Zeit auf den gestiegenen Bedarf von Betreuungsplätzen in der Gemeinde reagieren.

Es sei die Pflicht einer Gemeinde, für ausreichend Betreuungsmöglichkeiten vor Ort zu sorgen, betonte Peis in der Gemeinderatssitzung. Aktuell gebe es für die Plätze in der Oberneuchinger Kinderkrippe jedoch eine Warteliste. „Zum entsprechenden Zeitpunkt können leider nicht alle Anfragen berücksichtigt werden, deshalb ist der Zeitdruck da“, hob Peis hervor.

Die beste Lösung sei es, das bestehende Krippengebäude um einen Anbau zu erweitern. Zwar sei auch überlegt worden, ein separates Haus für die Kinderkrippe zu errichten, jedoch könne in einem Anbau die Betreuung besser und einfacher gewährleistet werden. „Wenn vom Personal mal jemand krank ist, kann man sich besser um die Betreuung kümmern, als wenn das zwei getrennte Häuser wären“, begründete Peis dies.

Grundfläche: 170 Quadratmeter

Das Grundstück müsse zwar noch erworben werden, der Rathauschef zeigte sich jedoch zuversichtlich. „Wenn das mit den Planungen schnell geht, könnten wir das zügig schaffen“, betonte er. Beginnen soll die Maßnahme im Herbst dieses Jahres, bereits im September 2018 hofft die Verwaltung, das Gebäude in Betrieb nehmen zu können.

Geplant ist ein Anbau mit einer Grundfläche von 170 Quadratmetern. Dabei ist im Untergeschoss ein Bewegungsraum mit rund 70 Quadratmetern vorgesehen. Im Erd- und im Obergeschoss soll für jeweils eine Krippengruppe eine Nutzfläche von 105 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Alle drei Etagen sollen barrierefrei über einen Aufzug erreichbar sein. Aktuell wird mit Kosten von rund 1,2 Millionen Euro gerechnet. Bis zu 80 Prozent davon werden jedoch gefördert, wie Bauamtsleiter Erhard Huber erklärte.

Zwar würde es Peis zufolge momentan ausreichen, den Anbau für lediglich eine weitere Krippengruppe zu errichten. Der Gemeindechef möchte jedoch für die kommenden Jahre gerüstet sein. „Wir wissen nicht, wie sich die Geburtenraten entwickeln werden. Durch neue Baugebiete ist der Zuzug zudem ein großes Thema. Menschen, die sich hier ansiedeln, müssen sich schließlich integrieren können“, betonte er. Mit dem geplanten Anbau, dem die Neuchinger Ratsmitglieder einmütig zugestimmt haben, könne man zugleich einen entsprechenden Puffer für die nächsten Jahre schaffen.

Julia Adam

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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