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Immer weniger Fische

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Von: Daniela Oldach

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Die Neuchinger Gewässer werfen kaum noch Erträge ab. Die Fischer müssen den Fischbesatz immer wieder nachfüllen - un haben darum um eine Reduzierung des Pachtentgelts gebeten.

Neuching – Der Kormoran und der Fischreiher sind an Gewässern nicht gern gesehene Gäste. Denn die Großvögel plündern den Fischbestand der heimischen Flüsse und Seen. Das trifft auch die Neuchinger Sportfischer. Die Riege um Vorsitzenden Markus Hermansdorfer muss immer mehr Fischbesatz nachfüllen. Erträge aus den Gewässern gibt es kaum noch.

Deshalb bat Hermansdorfer im Gemeinderat Neuching nun um eine Reduzierung des Pachtentgelts für die gemeindlichen Weiher und Gräben. Seit vielen Jahren kümmern sich die Neuchinger Sportfischer um die Gewässer.

Zum 31. Dezember diesen Jahres läuft nun der 20-jährige Pachtvertrag aus. Jährlich bezahlten die Fischer an die Kommune 1200 Euro Pacht, die nun auf 800 Euro gesenkt werden soll. „Wir sind im Großeinzugsgebiet Stauweiher“, sagte Fischerchef Hermansdorfer, der selbst Gemeinderat ist, aber nicht mitstimmen durfte.

Federvieh wie der Kormoran oder der Fischreiher sorgten für leere Gewässer. So hätte es in den 1990er Jahren noch jährlich rund 1000 sogenannte fangfähige Fische mit einer Größe von 20 bis 30 Zentimetern gegeben. 2010 seien habe man nur noch 600 Fische gezählt. Entnahmemöglichkeiten gebe es keine mehr, die Gewässer wurden vielmehr mit gekauften Fischen inklusive entsprechender Nahrung aufgefüllt – und das kostet.

Gräben sind jetzt laut Hermansdorfer teilweise nur noch Pfützen. Die Gräben sollen aber trotzdem im Pachtvertrag bleiben, denn die Fischer geben bei Bauvorhaben die entsprechenden Stellungnahmen ab.

Ratsmitglied Robert Riexinger (CSU) war zwar für die Reduzierung der Pacht. Diese soll aber nach zehn Jahren neu verhandelt werden. Das Gremium lehnte diesen Vorschlag jedoch ab. Die Sportfischer bekommen ab dem 1. Januar 2019 nun einen Vertrag mit einer Laufzeit von erneut 20 Jahren und einem jährlichen Pachtzins in Höhe von 800 Euro.

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