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Ein Bürgermeister für alle will Thomas Bartl (l.) sein. Im Schützenstüberl stellten sich die CSU-Kandidaten am Samstag der Öffentlichkeit vor. 

CSU stellt ihr Wahlprogramm vor

Bürgermeisterkandidat Bartl (CSU): „Ich bin jung und voller Tatendrang“

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„Ich bin jung und voller Tatendrang“: Neuchings CSU-Bürgermeisterkandidat Thomas Bartl (29) präsentiert sich und das Wahlprogramm seiner Liste.

Niederneuching – „Tradition bewahren, Zukunft gestalten“ lautet das Motto der CSU Neuching. Am Samstag stellte der Ortsverband mit Bürgermeisterkandidat Thomas Bartl an der Spitze im Schützenstüberl seine Kandidaten für die Kommunalwahl vor.

Unterhaltsam erzählte Diplom-Politologe Bartl: „Politik war schon immer ein wesentlicher Bestandteil unserer Familie.“ Sein Großvater sei Bürgermeister der damals selbstständigen Gemeinde Niederneuching gewesen, sein verstorbener Vater Josef Bartl war zwölf Jahre lang Mitglied des Gemeinderats.

Bezahlbares Wohnen, Umsetzung des neuen Flächennutzungsplans, Mehrzweckhalle

Das Rad will der 29-jährige Kandidat nicht neu erfinden. Schließlich hätten der kürzlich verstorbene Altbürgermeister Hans Brunhierl und Amtsinhaber Hans Peis Gutes für die Gemeinde geleistet.

Die anstehenden Projekte liegen auf der Hand – bezahlbares Wohnen, die Umsetzung des neuen Flächennutzungsplans, der Bau der Mehrzweckhalle, „das wohl größte Projekt der Gemeinde. Die Halle bietet auch viele Chancen“, ist Bartl überzeugt. Hinzu kommt der Bau des neuen Kindergartens auf dem gleichen Areal.

„Für mich ist Neuching mehr als ein Wohnort. Für mich ist Neuching eine Heimat“, versicherte Bartl, der auch CSU-Ortsvorsitzender ist. „Ich bin jung und voller Tatendrang“, ergänzte er. Und falls die Wahl am 15. März auf ihn fallen solle, „werde ich kein Bürgermeister für eine Partei sein. Fraktionszwang hat auf kommunaler Ebene nichts zu suchen.“

Am Kampelbach bauen jetzt nur Neuchinger

Die Mehrzweckhalle war auch für Robert Riexinger (50) ein gutes Stichwort. Er ist seit zwölf Jahren Gemeinderat und möchte eine weitere Periode dranhängen. Beim Bau der Sporthalle werde er „brutal aufpassen, dass uns die Kosten nicht entgleiten“, stellte der Landwirtschaftsmeister klar und berichtete aus dem Gemeinderat. So sei die Ausarbeitung für das im Volksmund bekannte Einheimischenmodell, offiziell Sozialmodell, „ein brutales Prozedere“ gewesen. Am Kampelbach bauen jetzt nur Neuchinger. Ein Wunsch für die Zukunft sei eine neue Anbindung für das Gewerbegebiet Tratmoos, etwa mit einer Brücke, um den Schwerlastverkehr einzudämmen.

Seit sechs Jahren ist Martin Schwarzenbeck im Gremium. Ein Gemeindewachstum mit Maß und Ziel präferiert der 42-Jährige. Ein Hauptaugenmerk liegt für den Bauunternehmer ebenfalls auf der Mehrzweckhalle. „Die Linksabbiegespur wird heuer schon realisiert“, informierte er. Auf eine weitere Amtszeit hofft auch Beatrix Ertl (51). Die leidenschaftliche Theaterspielerin zeigte bei den letztjährigen Aufführungen als Puffmutter Berta eine völlig andere Seite von sich. „Vielleicht schmeißen sie mich jetzt raus“, hatte sie schmunzelnd über ihre „Befürchtungen“ berichtet und dafür viele Lacher geerntet.

„Tradition bewahren, Zukunft gestalten“

Das Credo „Tradition bewahren, Zukunft gestalten“ will die CSU breit gefächert umsetzen. Dazu zählen die Bereiche Ehrenamt, Feuerwehr, Familien, Senioren, Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur sowie Wohnen, Finanzen, Umwelt und Landwirtschaft. Auch die weiteren Kandidaten haben Schwerpunkte, für die sie sich stark machen wollen. Norman Eckinger etwa, der im Bauamt der Gemeinde Feldkirchen arbeitet und sein Wissen vor allem bei der Umsetzung des neuen Flächennutzungsplans einbringen will. Oder Wolfram Weyand, dem Umweltschutz und Bauleitplanung am Herzen liegen.

„Es gibt schlimmere Probleme, als wenn der Kindergarten nicht mehr reicht. Viel schlimmer ist, wenn Häuser verfallen, weil niemand mehr da ist“, meinte Max Lehmer jun., Sohn des früheren Bundestagsabgeordneten Max Lehmer. Frauenpower gibt es neben Ertl mit Corinna Fink. Die Wahlkampf-Vorbereitungen, besonders die Werbung, mache ihr Spaß. „Ich weiß gar nicht, was ich nach dem 15. März machen soll“, sagte sie schmunzelnd.

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Service

Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis Erding, haben wir für Sie in unserem Überblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Alle weiteren Hintergrundberichte finden sie auch auf unserer Themenseite zu den Kommunalwahlen 2020 im Landkreis Erding.

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