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Die Kandidaten der Wählergemeinschaft Gemeinsames Neuching (vorne, v. l.): Marcel Schoch, Michael Graßl, Wolfgang Eder, Bürgermeisterkandidat Markus Hermansdorfer, Robert Griebel, Patrick Pfaffinger und Reinhard Wagner; (hinten, v l.) Christian Hermansdorfer, Christian Steiner, Benjamin Streicher, Michael Kraus, Gerald Humplmair, Thomas Kestawitz und Istvan Farkas. 

Neue Gruppierung nominiert Kandidaten

Wählergemeinschaft Gemeinsames Neuching: Männerpower für die Kommunalwahl

Markus Hermansdorfer ist offiziell Bürgermeisterkandidat der Wählergemeinschaft Gemeinsames Neuching (WGN). In der Aufstellungsversammlung beim Neuwirt wurde der 37-jährige Gemeinderat einstimmig nominiert.

Oberneuching– Offen, transparent und bürgernah: Das ist das Credo der WGN. kündigte Hermansdorfer an, auch wenn aufgrund der Kürze der Zeit noch kein eigenes Wahlprogramm erarbeitet worden sei. Schließlich wurde die WGN erst am 17. November ins Leben gerufen.

Hermansdorfer: „Bin mit meiner bisherigen Wählergemeinschaft nicht eins geworden“

Warum es dazu kam, ließ Hermansdorfer Revue passieren. „Ich bin mit meiner bisherigen Wählergemeinschaft nicht eins geworden“, begründete er seinen Austritt bei der ÜWG. Schon vor rund einem Jahr habe er seine Ambitionen für die Kandidatur als Neuchinger Bürgermeister angemeldet, jedoch ohne Rückendeckung seiner früheren Gruppierung. „Ich war dann so weit, dass ich gar nicht mehr kandidieren wollte“, gab er zu – und verließ die ÜWG. „Einen Keil treibt man nirgends rein. Dann geht man lieber als Einzelkämpfer“, so Hermansdorfer. Des Öfteren sei er von Leuten angesprochen worden, warum er nun doch nicht mehr kandidieren wolle. Und so wurde die WGN gegründet. Ein eigenes Logo soll jetzt den Neuanfang und neuen Schwung symbolisieren.

13 Bewerber aus der ganzen Gemeinde

Die WGN sei jetzt sein „Herzensprojekt“, bei dem ihn ein „breites Kandidatenspektrum“ unterstützen soll. 13 Bewerber aus der ganzen Gemeinde hat Hermansdorfer für die WGN-Liste motiviert, Frauen sind nicht dabei. Die Kandidaten sind zwischen Ende 20 und 57 Jahre alt und kommen aus den unterschiedlichsten Berufssparten. Viele von ihnen sind in Vereinen engagiert und wollen Hermansdorfer unterstützen. „Mir haben die Einstellung und die Ideen von Markus gefallen“, begründete beispielsweise Michael Graßl seine Kandidatur. Und SpVgg-AH-Trainer Christian Steiner findet es gut, dass es nun einen zweiten Bürgermeisterkandidaten gibt. Den CSU-Konkurrenten Thomas Bartl, der genauso wie Amtsinhaber Hans Peis zu Gast war, hatte Hermansdorfer übrigens fair als ersten Gast begrüßt.

„Mir macht die Arbeit narrisch Spaß“

Reinhard Wagner, Kommandant der Oberneuchinger Feuerwehr, schlug den Vater zweier Buben als Peis’ Nachfolger vor. Einstimmig votierten die 14 Stimmberechtigten für ihn. „Mir macht die Arbeit narrisch Spaß“, sagte Hermansdorfer über sein Engagement im Gemeinderat, dem er seit 2012 angehört. „Ich bin stark verwurzelt in der Gemeinde Neuching. Ich könnte mir nicht vorstellen, woanders zu sein“, ergänzte er. Aktuelle Gemeindeprojekte wie der Bau der Sporthalle, der Neubau eines Kinderhauses oder die Änderung des Flächennutzungsplans werden die WGN beschäftigen. Aber auch die „sinnvolle Ausweisung von Bauland, auch für Einheimische“, hat Hermansdorfer auf der Agenda.

In Blockabstimmungen wurden die weiteren Listenplätze gewählt. Noch ist aber für die WGN nichts in trockenen Tüchern. Zwar ist der Wahlvorschlag bereits unterschrieben, jedoch müssen noch weitere Regularien erfüllt werden. So müssen zehn Personen zur Einreichung des Wahlvorschlags unterzeichnen. Ab  Mittwoch, 18. Dezember, müssen dann 60 wahlberechtigte Bürger persönlich im Rathaus für den Wahlvorschlag signieren, damit die WGN zur Kommunalwahl zugelassen wird. Diese Frist endet am 3. Februar.  

Die WGN-Liste

1. Markus Hermansdorfer, 2. Wolfgang Eder, 3. Patrick Pfaffinger, 4. Benjamin Streicher, 5. Christian Steiner, 6. Marcel Schoch, 7. Michael Graßl, 8. Christian Hermansdorfer, 9. Gerald Humplmair, 10. Robert Griebel, 11. Istvan Farkas, 12. Michael Kraus, 13. Reinhard Wagner, 14. Thomas Kestawitz.

jw

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