Die ehrgeizigen Ziele des SPD-Ortsvereins stellte Spitzenkandidat und Vize-Bürgermeister Martin Bichlmaier (stehend) beim musikalischen Frühschoppen im Gasthaus Wenninger vor.
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Die ehrgeizigen Ziele des SPD-Ortsvereins stellte Spitzenkandidat und Vize-Bürgermeister Martin Bichlmaier (stehend) beim musikalischen Frühschoppen im Gasthaus Wenninger vor.

Vorstellung des Wahlprogramms 

SPD Neuching: Nichts geht über Nachhaltigkeit

  • vonDaniela Oldach
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In geselligem Rahmen „und das Ganze nicht zu steif“ hab die Neuchinger SPD ihr Wahlprogramm vorgestellt.

OberneuchingEine ganz andere Art des Wahlkampfs bot die SPD Neuching. „Wir wollten einen geselligen Rahmen und das Ganze nicht zu steif“, sagte Vize-Bürgermeister Martin Bichlmaier und lud zum musikalischen Frühschoppen ins Gasthaus Wenninger ein. Zur Unterhaltung spielte das Willi-Hettler-Trio aus Landshut.

„Zuhören, kompromissbereit sein und einen Gerechtigkeitssinn haben“

Nach dem „Kriminal-Tango“ eröffnete Bichlmaier die Veranstaltung. „Das war jetzt keine Anspielung auf die Arbeit im Gemeinderat“, scherzte er und hatte die Lacher auf seiner Seite. Ernst wurde der Spitzen- und Kreistagskandidat (Platz 14) in seiner Ansprache. „Was macht einen guten Gemeinderat aus?“, fragte er in die Runde. „Zuhören, kompromissbereit sein und einen Gerechtigkeitssinn haben“, lieferte er selbst die Antwort. „Das geht mir in der großen Politik etwas ab“, kritisierte er. Auf kommunaler Ebene hingegen funktioniere die politische Arbeit ausgezeichnet.

Kein Verständnis hat Bichlmaier, seit sechs Jahren Vize-Bürgermeister, wenn potenziellen Gemeinderatskandidaten – egal, welcher Gruppierung – unterstellt wird, sie würden das nur aus bestimmten persönlichen Gründen machen. „Die Leute, die sich engagieren, sollen unterstützt werden. Eine Kommune ist die Keimzelle der Demokratie“, betonte der 48-Jährige.

Entwicklung am Leitbild der sozialen Achtsamkeit und ökologischen Vernunft ausrichten

Die Gemeinde Neuching lebens- und liebenswert zu erhalten und die Entwicklung am Leitbild der sozialen Achtsamkeit und ökologischen Vernunft auszurichten, das ist das Ansinnen der SPD. Die Entwicklung des neuen Flächennutzungsplans will sie maßgeblich mitgestalten. „Die Nachhaltigkeit sollte das Bestreben von jeder Entscheidung im Gemeinderat sein. Dieses Thema muss oberste Priorität haben“, verdeutlichte Bichlmaier. Der SPD geht es um Ressourcenschonung, Umwelt- und Sozialverträglichkeit. „Die lokale Ebene ist entscheidend für Klimaschutz und Energiewende.“ Die Klimaneutralität der Kommune bis 2035 sei das Ziel.

Die Renovierung und der Ausbau der Staatsstraße 2082 in Niederneuching liegt Bichlmaier sehr am Herzen. Hier bestehe dringend Handlungsbedarf. Zudem bleibe es ein Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und den sozialen Wohnungsbau zu fördern und zu erhalten. Eine vielfältige Nutzung der Mehrzweckhalle, „die oftmals ja auch in der Kritik steht“, steht ebenfalls auf der SPD-Agenda. Ein Outdoor-Treffpunkt für Jugendliche soll die Freizeit- und Sportmöglichkeiten ergänzen. Und ein zentraler, großer und attraktiver Kinderspielplatz für die Ortsteile ermögliche die Begegnung von Eltern und Kindern.

Versammlungen für die jungen Neuchinger

Durch regelmäßige Jungbürgerversammlungen sollen Jugendliche an der politischen Entscheidungsfindung beteiligt werden. Unterstützung sicherte die SPD auch weiterhin dem Arbeitskreis Natur und Umwelt zu.

Eine wichtige Rolle im Wahlprogramm spielen Wirtschaft und Fortschritt. Der Dialog zwischen Schulen und Betrieben sei notwendig, um Potenziale ausschöpfen zu können – mit organisatorischer Unterstützung der Kommune. Freuen würde sich Bichlmaier, wenn Bürgermeister Hans Peis auch nach seiner Amtszeit den Arbeitskreis Senioren und Soziales führen würde.

„Wir haben eine engagierte, bunt gemischte und tolle Truppe“

Auf eine Kandidatenvorstellung verzichtete die SPD, „denn ihr kennt uns eh alle. Wir haben eine engagierte, bunt gemischte und tolle Truppe“, so Bichlmaier. Nicht mehr dabei ist Andreas Kroh (ursprünglich Listenplatz 14), der seine Kandidatur zurückgezogen hat. Diesen Platz hat jetzt der bisherige Ersatzkandidat Wolfgang Botzler eingenommen.

Josef Waldherr jun. (Listenplatz 3) appellierte daran, wieder mehr Menschlichkeit walten zu lassen und kritisierte das allgemeine „Umgehen in der Bevölkerung untereinander. Tyrannei und Unterdrückung dürfen keine Chance haben“, sagte er.

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