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Mehr Blühflächen im Gemeindegebiet wünscht sich der Arbeitskreis Natur und Umwelt (AKNU) Neuching. An Straßen- und Wegesrändern im Ortsbereich sowie auf gemeindeeigenen Arealen wie auf der Restfläche der ehemaligen Kläranlage soll neuer Lebensraum für Insekten entstehen (Symbolbild).

Antrag des Arbeitskreises Natur und Umwelt (AKNU)

Mehr Blühflächen für Neuching

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Mehr Blühflächen im Gemeindegebiet wünscht sich der Arbeitskreis Natur und Umwelt (AKNU) Neuching. An Straßen- und Wegesrändern im Ortsbereich sowie auf gemeindeeigenen Arealen wie auf der Restfläche der ehemaligen Kläranlage soll neuer Lebensraum für Insekten entstehen.

Neuching – Der Gemeinderat beriet kürzlich über den Antrag des AKNU.

„Jede verfügbare Fläche sollte nach Möglichkeit so bepflanzt werden, dass Bienen von Frühjahr bis Herbst genügend Blüten auffinden können. Wir verweisen dabei auf die Beispiele Neufinsing und Moosinning“, so AKNU-Vorsitzender Josef Fellermeir in seinem Antrag. Die gewünschte Fläche an der Kläranlage komme jedoch nicht in Frage, da es sich hierbei um eine Ausgleichsfläche handele. Die Räte regten an, zuerst zusammenzutragen, welche Flächen überhaupt geeignet wären. „Im neuen Gewerbegebiet werden Bäume gepflanzt. Könnte man da nicht die Grünflächen als Blühflächen gestalten?“, fragte zudem Trixi Ertl (CSU).

„Lange Gräser hängen oft in den Gehweg rein“

3. Bürgermeister Manfred Mittermaier (FWG) hatte da so seine Bedenken. „Lange Gräser hängen oft in den Gehweg rein. Eventuell wird sogar die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Da muss man dann niedrigere Gräser einpflanzen“, meinte er.

„Der Bauhof wird sich wohl um die weitere Pflege kümmern“, antwortete Bürgermeister Hans Peis (CSU) auf Nachfrage von Markus Hermansdorfer (ÜWG). Zweifel hatte auch Monika Mair (ÜWG). „Im ersten Jahr ist es noch schön. Im zweiten Jahr geht’s noch, aber im dritten geht’s gar nicht mehr“, meldete sie sich zu Wort. „Man muss halt schauen, was angepflanzt wird“, sagte Umweltreferent Robert Riexinger (CSU).

Auflistung der möglichen Flächen

Einstimmig beschlossen die Räte, dass zuerst eine Auflistung mit möglichen Flächen erstellt wird. Danach soll mit einem Fachmann die Bepflanzung besprochen werden. Zudem könne man bei Neuverpachtungen von kommunalen Flächen festhalten, dass nach Möglichkeit die Areale als Blühflächen angelegt werden.

Außerdem wollte AKNU-Chef Fellermeir wissen, wie es mit der Wiederanpflanzung am Methmühlweg in Niederneuching beziehungsweise Bubach nach Abschluss der Baumaßnahmen zur Gasleitung aussieht. „Was darf hier in welchen Bereichen gepflanzt werden? Der AKNU würde die Pflanzung übernehmen, die Kosten aber der Gemeinde in Rechnung stellen“, so Fellermeir in seinem Schreiben.

Zusammenarbeit mit Landschaftsbaufirma

Laut Peis dürfen 2,50 Meter pro Seite ab Rohraußenkante nicht bepflanzt werden. Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe hätte nichts dagegen, wenn der AKNU die Bepflanzung übernimmt, allerdings auf eigene Kosten. Denn das Bauunternehmen habe bereits eine Entschädigung für das Entfernen der früheren dortigen Bepflanzung bezahlt. Ansonsten arbeitet die Firma mit der Landschaftsbaufirma GaLaBau zusammen.

Umweltreferent Riexinger schlug vor, dass der AKNU und GaLaBau miteinander reden sollen. Vielleicht kämen dann keine Kosten auf die Gemeinde zu. Ist das nicht möglich, soll der AKNU auf Kosten Neuchings die Bepflanzung vornehmen. Das Gremium befürwortete diesen Vorschlag. 

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