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Das Neuchinger Kinderhaus St. Martin platzt aus allen Nähten. Um alle angemeldeten Kinder unterzubringen, hat die Gemeinde jetzt eine Zwischenlösung gefunden (Symbolbild).

Platz für 24 Mädchen und Buben

Anmeldungen explodieren: Neuching schafft Kindergartengruppe im Turnraum

Das Neuchinger Kinderhaus St. Martin platzt aus allen Nähten. Um alle angemeldeten Kinder unterzubringen, hat die Gemeinde jetzt eine Zwischenlösung gefunden.

Oberneuching – Der Babyboom stellt die Gemeinde Neuching vor Herausforderungen. Das Kinderhaus St. Martin platzt aus allen Nähten. Vier Kindergartengruppen sind voll. Da aber ab September 2020 nach aktuellem Stand mindestens 17 zusätzliche Betreuungsplätze benötigt werden, muss Neuching schnell handeln. Im Gemeinderat wurde am Dienstag über eine Zwischenlösung und den Bau eines neuen Gebäudes beratschlagt.

Bei einem Ortstermin Mitte November mit Peter Stadick, Fachbereichsleiter für Jugend und Familie am Landratsamt Erding, waren die Kindergartenräume vorab besichtigt worden. Grünes Licht gab es von Seiten der Behörde für den Vorschlag, den Turn- und Ruheraum im Dachgeschoss des alten Kindergartenteils für eine zusätzliche fünfte Kindergartengruppe zu nutzen. Die baulichen Voraussetzungen sind gegeben. Durch den Anbau der Fluchttreppe 2013 sind für das Dachgeschoss zwei Rettungswege (Haupttreppenhaus und Fluchttreppe) vorhanden. Zudem ist der Bereich über die funkvernetzten Rauchmelder in die Hausalarmanlage integriert. Auch einen Feuerlöscher gibt es. Das gesamte Kindergartengebäude verfügt über eine äußere Blitzschutzanlage.

Der rund 55 Quadratmeter große Turn- und künftige Gruppenraum bietet Platz für 24 Mädchen und Buben.

„Wie sieht es denn da mit den Temperaturen aus?“, fragte Markus Hermansdorfer (WGN). Laut Bürgermeister Hans Peis sind diese nur ein wenig höher als in den anderen Räumlichkeiten.

Im rund 17 Quadratmeter großen Vorraum kann die Garderobe untergebracht werden. Außerdem gibt es noch einen 18 Quadratmeter großen Nebenraum. Einziges Manko: Die Kinder dieser fünften Gruppe müssten die sanitären Einrichtungen im Obergeschoss benutzen.

Eine Dauerlösung soll diese Umnutzung jedoch nicht sein, sondern nur bis Juli 2023. Dann soll auf dem Areal am Obstlehrgarten eine entsprechend große Kindertagesstätte fertig gebaut sein. Den Bebauungsplan für das Areal hat das Gremium schon geändert, um den Weg für eine neue Zwergerlheimat frei zu machen.

„Wie sieht es denn in den Jahren danach mit der Zahl der Kinder aus?“, wollte Markus Reicheneder (FWG) wissen. Um dies zu eruieren, soll in den ersten Monaten des kommenden Jahr eine neue Bedarfsermittlung durchgeführt werden.

„Ist es denn möglich, bis Juli 2023 eine neue Kindertagesstätte zu schaffen?“, hakte Hermansdorfer nach. Das ist dann Sache des neuen Gemeinderats, so Peis. Aber grundsätzlich sei es schon realistisch. Und wenn nicht, könne der Stichtag vielleicht verlängert werden. 

jw

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