Nach Wahl-Eklat: Ramelow macht Nägel mit Köpfen - neuer Showdown in wenigen Tagen

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Für ein gemeinsames Neuching haben neun Bürger eine eigene Gruppierung gegründet: Seine Ambitionen als Bürgermeister bekräftigt Markus Hermansdorfer (l.). Die weiteren WGN-Gründungsmitglieder sind (v. l.) Benjamin Streicher, Robert Grübel, Michael Kraus, Michael Graßl, Thomas Kestawitz, Marcel Schoch und Reinhard Wagner. Nicht auf dem Bild: Silvia Hermansdorfer.

Früher bei der ÜWG, jetzt eigene Gruppierung gegründet

Markus Hermansdorfer, ein Kandidat für ein gemeinsames Neuching

Um die Nachfolge von Bürgermeister Hans Peis bewirbt sich auch Markus Hermansdorfer (37). Er saß bis vor kurzem für die ÜWG im Gemeinderat Neuching. Jetzt hat er die Wählergemeinschaft Gemeinsames Neuching (WGN) gegründet und will für sie Bürgermeister werden.

Niederneuching– „Ich will für ein gemeinsames Neuching stehen und die Projekte, die wir im Gemeinderat begonnen haben, erfolgreich fortführen“, sagt der zweifache Familienvater Markus Hermansdorfer. Seit 2014 ist der Niederneuchinger im Gemeinderat aktiv. Gemeinsam mit Markus Sedlmeir und Monika Mair war er einer von drei ÜWG-Räten. Jetzt ist Hermansdorfer zumindest im Gremium Einzelkämpfer, denn am 17. November haben er und acht weitere Mitstreiter die Wählergemeinschaft Gemeinsames Neuching (WGN) gegründet.

Lange Zeit kam keine Aussage, ob die ÜWG Hermansdorfer unterstützt

Hermansdorfer hatte intern schon im November 2018 angekündigt, sich bei den Kommunalwahlen 2020 ums Bürgermeisteramt zu bewerben. Lange Zeit vermisste er eine definitive Aussage, ob er von der ÜWG unterstützt wird. Hermansdorfer war kurz davor, „alles hinzuschmeißen. Ich wollte auch keinen Zwist reinbringen.“

Am Wunsch, Rathauschef zu werden, änderte das aber nichts. „Wenn man sich seit sechs Jahren im Gemeinderat einbringt, dann kann man das nicht alles einfach so laufen lassen, dann will man auch weiter mitgestalten“, erklärt er im Gespräch. Und das eben nicht „nur“ als Gemeinderat, sondern am liebsten als Bürgermeister.

„Mir geht es um ein gemeinsames Neuching“

„Mir geht es um Neuching. Nicht um Ober- und Niederneuching, sondern um ein gemeinsames Neuching. Das soll auch ganz klar der Name der Gruppierung aussagen“, bekräftigt der 37-Jährige. Und so versammelten sich bei Familie Hermansdorfer am Esstisch neun Neuchinger, um die WGN zu gründen – neben Hermansdorfer auch seine Frau Silvia sowie Benjamin Streicher, Robert Grübel, Michael Kraus, Michael Graßl, Thomas Kestawitz, Marcel Schoch und Reinhard Wagner. Der Bürgermeisterkandidat ist Vorsitzender der neuen Gruppierung, sein Stellvertreter ist Streicher. Um die Finanzen kümmert sich Schoch, Schriftführerin ist Silvia Hermansdorfer. Zudem wurde eine eigene Satzung und die Rechtsform als nicht eingetragener Verein beschlossen. Auch eine jährliche Mitgliederversammlung soll es geben. Eine gemischte Wählergruppe aus Ober- und Niederneuchinger Bürgern ist das Ziel der WGN, deren Aufstellungsversammlung am Sonntag, 15. Dezember, um 19.30 Uhr beim Neuwirt in Oberneuching stattfindet.

Am 15. Dezember wird die Loste aufgestellt

Dann soll die Liste mit 14 Bewerbern aufgestellt und Hermansdorfer als Bürgermeisterkandidat gekürt werden. Zudem sind zehn Unterstützer sowie 60 Personen erforderlich, die im Rathaus mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass die WGN zugelassen wird. Über dieses Prozedere wird Hermansdorfer bei der Versammlung informieren und das Wahlprogramm vorstellen. Im Blick hat er dabei die Fortführung der Projekte, die die Kommune aktuell beschäftigen, etwa der Bau der Mehrzweckhalle oder die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans.

„Meine offene Art, Dinge anzusprechen, passt nicht jedem“

Wer sich bei der WGN engagieren will, kann per E-Mail an wgn@neuching.com Kontakt aufnehmen. Die Unterstützung seiner Gattin, die als Kämmerin arbeitet, ist Hermansdorfer im Kampf ums Bürgermeisteramt sicher – für ihn der entscheidende Grund, an seinem Wunsch einer Kandidatur festzuhalten. Schmutzige Wäsche mit seiner früheren Gruppierung will er nicht waschen, bekräftigt er erneut. „Aber ich musste einfach handeln“, sagt der Fluggerätmechaniker bei der Bundespolizei. Exakte Gründe für die mangelnde Unterstützung der ÜWG weiß er nicht. „Vielleicht ist es meine offene Art, Dinge anzusprechen. Das passt nicht jedem.“

Seine Ehrenämter als Fischer-Vorsitzender und Leiter Atemschutz will er fortführen. Sollte er wirklich Bürgermeister werden, müsse er später dieses Engagement einschränken. Aber das ist noch Zukunftsmusik. 

jw

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