Bei der Standorteinweihung des Bürgerautos in Neuching herrschte großes Interesse. Neben Gemeinderäten waren auch viele der Sponsoren gekommen, deren Werbung nun am Auto zu sehen ist. Den Schlüssel übergibt Tobias Haberzettl (Mitte, l.) allerdings nur symbolisch an Bürgermeister Thomas Bartl. Das Auto bleibt Eigentum von Mikar, die Gemeinde stellt nur den Parkplatz am Fußballplatz zur Verfügung.
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Bei der Standorteinweihung des Bürgerautos in Neuching herrschte großes Interesse. Neben Gemeinderäten waren auch viele der Sponsoren gekommen, deren Werbung nun am Auto zu sehen ist. Den Schlüssel übergibt Tobias Haberzettl (Mitte, l.) allerdings nur symbolisch an Bürgermeister Thomas Bartl. Das Auto bleibt Eigentum von Mikar, die Gemeinde stellt nur den Parkplatz am Fußballplatz zur Verfügung.

Neunsitzer-Fahrzeug kann nun für Ausflüge oder andere Fahrten gebucht werden

Neuchings Bürgerauto steht bereit

  • Henry Dinger
    VonHenry Dinger
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Der Neun-Sitzer steht bereit: Das neue Neuchinger Bürgerauto ist abfahrbereit. Nutzen kann ihn jeder, der beim Anbieter Mikar registriert ist.

Neuching – Das Interesse der Neuchinger am neuen Bürgerauto ist groß. Zum offiziellen Start des Angebots kamen rund 40 Bürger. Ein Teil von ihnen gehörte zu den Sponsoren, die den Unterhalt des Wagens ermöglichen. Das Auto ist ein mit Diesel betriebener Opel Movano mit neun Sitzen, Handschaltung und Navi. Er steht vorerst auf dem Gelände der Spielvereinigung an der Eicherloher Straße und soll später an der neuen Sporthalle seinen Platz bekommen. Eigentümer ist der Carsharing-Anbieter Mikar. Das Unternehmen kümmert sich auch um Unterhalt, Versicherung und Wartung des Fahrzeugs.

Finanziert wird das Auto zum einen von derzeit 27 regionalen Firmen, mit deren Werbung es beklebt ist, zum anderen von den Mietkosten. Die Gemeinde stellt den Parkplatz zur Verfügung. Zur Auftaktveranstaltung, bei der die Details zur Nutzung erklärt wurden, sagte Bürgermeister Thomas Bartl mit einem Augenzwinkern: „Wir freuen uns natürlich, wenn wir unseren Bürgern eine Leistung bieten können, ohne Ausgaben zu haben.“ Der Wagen sei etwa für Sportvereine, die zu Auswärtsspielen fahren, für Kinder im Ferienprogramm oder für Senioren beim Ausflug eine sinnvolle Möglichkeit, ihr Ziel zu erreichen.

Das Auto kann jeder nutzen, der sich bei Mikar registriert hat

Tobias Haberzettl, Projektkoordinator von Mikar, erläuterte die Einzelheiten. Das Auto kann jeder nutzen, der sich bei Mikar registriert hat, er muss nicht in Neuching wohnen. Das geht per App, Hotline oder im Rathaus. „Telefonisch sind wir rund um die Uhr erreichbar, 24 Stunden an sieben Tagen“, erklärte Haberzettl. Nur wer registriert ist, darf am Steuer sitzen, sonst zahlt bei einem Unfall die Versicherung nicht. In der App oder auf der Website kann man aussuchen, wie lange man das Auto buchen möchte und wie viele Kilometer man ungefähr fährt. „Kalkulieren Sie lieber eine Stunde mehr ein. Falls Sie im Stau stehen, muss der Mieter nach Ihnen auf Sie warten“, riet Haberzettl.

Abgerechnet wird stundenweise und nur die Zeit, die man unterwegs war. „Wird das Auto für fünf Stunden reserviert, aber nach einer Stunde wieder abgestellt, zahlt man auch nur die Stunde.“ Eine Stunde mit dem Movano kostet 4,90 Euro, 24 Stunden 44,90 Euro. Dabei sind 300 Kilometer inklusive, jeder weitere Kilometer schlägt mit 11 Cent zu Buche. Bis zu vier Tage kann man den Wagen per App buchen, was darüber hinaus geht, spricht man mit Mikar ab.

Das Bürgerauto steht zunächst für vier Jahre zur Verfügung

Das Fahrzeug wird per App entriegelt. Der Zündschlüssel steckt in einer Halterung im Handschuhfach. Nach der Fahrt muss man nachtanken und seinen Schmutz beseitigen. Der Schlüssel kommt wieder in seine Halterung, die Türen werden per App verriegelt. Alle vier Wochen kommt ein Reinigungstrupp von Mikar, der den Wagen gründlich säubert.

Auf Nachfrage erklärte Haberzettl, dass das Auto mit Vollkasko und 1000 Euro Selbstbeteiligung versichert sei und dass bei einem Unfall die Polizei und Mikar informiert werden müssten. Kleine Schäden wie Parkrempler müssen dem Unternehmen ebenfalls gemeldet werden, „aber damit gehen wir sehr kulant um“. Das Fahrzeug steht zunächst für vier Jahre zur Verfügung.

hd

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