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Fahnenabordnungen und viele Gäste waren bei der Segnung der neuen Ortsmitte Oberneuching durch Pfarrer Michael Bayer dabei.

Ortsmitte Oberneuching 

Neues Schmuckstück jetzt offiziell eingeweiht

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Die neue Ortsmitte Oberneuching hatte ihre Feuertaufe mit dem Maibaumaufstellen schon bestanden. Die gestrige offizielle Einweihungsfeier fiel aber teilweise ins Wasser.

Oberneuching– Aufgrund der schlechten Witterung wurde der Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin und nicht im Freien gefeiert. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Das Gotteshaus war voll. Anschließend segnete Pfarrer Michael Bayer den neuen Ortsmittelpunkt. „Regen bringt auch Glück“, meinte der Geistliche schmunzelnd.

Kurzweilig zelebrierte Bayer den Festgottesdienst. „Was kennt ihr alle für Feiern?“, fragte er die Gläubigen. Neben der Aufzählung der kirchlichen Feste wie Weihnachten oder Ostern fielen auch private Feste wie Geburtstage oder Hochzeiten. Mit dem Einweihungsfest der Ortsmitte kam ein neues hinzu. Und auch das Pfarrfest gehört dazu, das zugleich gefeiert wurde, sodass es in der Ortsmitte hoch her ging. Das ist auch das Ziel des neuen Mittelpunktes: Es soll ein Platz für Jung und Alt werden, an dem man sich gerne trifft – ob zum Ratschen oder auch um zu feiern.

Gefeiert wurde gestern ausgiebig. Am Parkplatz war ein Zelt aufgebaut worden, in dem sich die Besucher kulinarisch stärken konnten. Dazu spielte die Finsinger Blaskapelle, die schon den Gottesdienst musikalisch umrahmt hatte, flott auf.

Bürgermeister Hans Peis ließ in seiner Festansprache den Umbau der neuen Ortsmitte Revue passieren. Bereits Ende 2010 sei dem Gemeinderat klar gewesen, dass Handlungsbedarf bei der Gestaltung des Ortskerns bestehe. Dann stellte die Kommune im November 2011 den Antrag auf Städtebauförderung, um Zuschüsse zu bekommen. Aber was wollen die Neuchinger überhaupt? Diese Wünsche wurden bei einer Bürgerversammlung im März 2012 eruiert und später ein Architektenwettbewerb gestartet. Der Auftrag ging schließlich an die Zweitplatzierten „Zwischenräume Architekten“ aus München. Im April vergangenen Jahres startete schließlich die Umsetzung, und damit traten auch einige Probleme zutage. So musste beispielsweise der Baugrund ausgetauscht werden, Kanäle waren nicht aufzufinden, und durch zu wenig Arbeiter konnten die Bauzeitpläne nicht eingehalten werden. Staub, Lärm und Dreck bestimmten lange Zeit die Ortsmitte.

Doch das Warten hat sich gelohnt. Entstanden ist ein offener, einladender Platz mit weiteren Parkmöglichkeiten und neuen Sitzgelegenheiten. Das Niveau am Rathausparkplatz wurde angehoben, sodass es nur noch drei Stufen zur Behörde sind. Pfarrgarten, Rathausplatz, Kirchplatz und Tassilostraße bilden eine Einheit. Ein Lichtkonzept illuminiert den Kirchplatz stimmungsvoll, den auch der Künstler- und der historische Brunnen schmücken.

Die Baukosten betragen rund 1,4 Millionen Euro, die mit 60 Prozent bezuschusst wurden.

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