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Hans Peis (CSU): Der 66-Jährige ist seit 2002 Bürgermeister von Neuching.

Serie: Halbzeit zwischen den Kommunalwahlen 

„Bei eigenen Interessen zählt Freundschaft nicht mehr“

2014 waren die Kommunalwahlen – Zeit für eine Zwischenbilanz. Heute: Hans Peis (66), Bürgermeister von Neuching.

Neuching– Nach drei Jahren wollten wir von den amtierenden Bürgermeistern wissen, welche Projekte aus dem Wahlkampf bereits umgesetzt wurden, wo es noch hapert und wie die nächsten drei Jahre aussehen. 

Rückblick auf Ihr Wahlprogramm: Was wurde bereits umgesetzt?

Hans Peis:Die Vereine werden noch mehr unterstützt durch die Verdoppelung der Jugendförderung und für die Jugend konnte ein neuer Raum im Wohn- und Geschäftshaus in Niederneuching geschaffen werden. Durch die Umsetzung des Gewerbegebiets Lüßwiesen können sich Betriebe erweitern oder neu ansiedeln, und es werden dadurch weitere Arbeitsplätze in der Gemeinde geschaffen. Durch die Ausweisung eines weiteren Baugebiets können Familien und nachfolgende Generationen in der Gemeinde ihren Lebensmittelpunkt behalten.

Was wurde noch nicht umgesetzt – und warum?

Peis:Der Bau einer Mehrzweckhalle, weil die Vorbereitung und Entscheidungsfindung eines solchen Projekts viel Zeit erfordert. Der Gemeinderat hat auch andere Maßnahmen wie die Erdgasversorgung und die Straßensanierung aufgrund der Dringlichkeit vorgezogen. Außerdem musste erst der Flächennutzungsplan geändert werden, und für den Bebauungsplan es muss noch ein Immissionsgutachten erstellt werden.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrem Gemeinderat?

Peis:Das Verhältnis zum Gemeinderat ist nach wie vor sehr vertrauensvoll. Es besteht aufgrund der freundschaftlichen und angenehmen Arbeitsatmosphäre eine gute Grundlage für konstruktive und zielorientierte Sacharbeit, auch dank der guten Zuarbeit der gesamten Verwaltung.

Was war in den vergangenen drei Jahren als Bürgermeister Ihr schönstes Erlebnis?

Peis:Dass am 1. Mai 2017 vom Burschenverein Oberneuching der Maibaum in der schönen neuen Ortsmitte in Oberneuching aufgestellt werden konnte und sich dadurch gezeigt hat, dass das Ziel der Planung erreicht wurde.

Welches Erlebnis war besonders ernüchternd?

Peis:Dass Freundschaft und persönliche Beziehungen nicht mehr zählen, wenn es um die Durchsetzung der eigenen Interessen geht.

Gibt es etwas, das Sie in den nächsten drei Jahren anders machen wollen?

Peis: Man kann immer etwas verbessern. Ich werde versuchen, noch geduldiger zu sein und die Sichtweise der an der kommunalen Arbeit Beteiligten noch besser zu verstehen, um die für Entscheidungen notwendigen Informationen und Grundlagen liefern zu können.

Vorausschau auf 2020: Machen Sie’s noch einmal?

Peis: Aus Altersgründen trete ich in drei Jahren nicht mehr an, sondern genieße meine Pension.

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