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Die dreiteilige Skulptur mit dem Titel „Die Damen und der Skater“ ziert nun Niederneuching. Zur Einweihung kamen viele Interessierte – auch der Initiator des Holzbildhauer-Symosiums, Wolfgang Fritz (l.), der ganz sportlich mit dem Rad kam.

Skulptur aus dem Holzbildhauer-Symposium 

Zwei Damen und ein Skater für Niederneuching

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Zwei reifere Damen und ein junger Skater sind der Blickfang an der Staatsstraße 2082 in Niederneuching.

Niederneuching – Auf der Grünfläche gegenüber des Wohn- und Geschäftshauses haben diese drei Skulpturen eine Heimat gefunden. Entstanden ist das Trio aus Eichenholz im Rahmen des Holzbildhauer-Symposiums in Oberding. In einer kleinen Feierstunde wurde das Kunstwerk nun offiziell eingeweiht – musikalisch umrahmt von der Mooswinkl-Musik.

Aus einem rund sechs Meter hohen Eichenstamm hat der Essener Bildhauer Roger Löcherbach das Kunstwerk geschaffen. Der Baumstamm stammt aus Indorf bei Erding. „Mir gefällt es unbandig guad. Für mich als Maurermeister war es eine ganz tolle Erfahrung, da so intensiv dabei zu sein. Ich habe größten Respekt nicht nur vor der künstlerischen Leistung, sondern auch vor der handwerklichen Umsetzung. Was man aus einem Baumstamm und einer Motorsäge alles machen kann“, sagte Vizebürgermeister Martin Bichlmaier, der das Projekt auch begleitet hat.

Zu sehen sind zwei Damen, die sich unterhalten. In der Nähe ist ein Jugendlicher, der sein Gesicht verbirgt und ganz vertieft auf einem Skateboard eine Rampe hinabfährt. „Alltäglichkeit – zwei Welten, so nah, so fern“, beschreibt der 54-jährige Löcherbach sein Werk, der bei der Einweihung selbst nicht dabei sein konnte. Für die Kolorierung der drei Figuren wurden haltbare Schellack-Farben mit Pigmenten und sogar Blattgold verwendet. Die Farben hat Löcherbach selbst gemischt. Der Bauhof hat die Skulpturen aufgestellt.

Die Situierung war zuvor mit Löcherbach abgesprochen worden. Während die anderen am Holzbildhauersymposium beteiligten Kommunen aus jeweils zwei Entwürfen auswählen konnten, hatte Löcherbach nur eine Skizze eingereicht. Doch die hatte den Gemeinderat sofort überzeugt. „Das Ergebnis finde ich sehr gelungen. Kunst soll aber auch zur Diskussion anregen. Jeder darf einen anderen Geschmack haben“, sagte Rathauschef Hans Peis.

Intensiv wurde das Kunstwerk von den Besuchern begutachtet und diskutiert. Und spannend ist auch die Frage, wem die dargestellten Personen ähnlich sehen. Die linke Dame soll große Ähnlichkeit mit Bürgermeistersgattin Helga Peis haben. Doch während die hölzerne Lady einen altmodischen Dutt trägt, hat Helga Peis einen pfiffigen Kurzhaarschnitt. Sie nahm es jedenfalls mit Humor und stellte sich lachend neben „ihr“ Ebenbild.

Wolfgang Fritz hatte beim dritten Holzbildhauersymposium erneut als künstlerischer Leiter fungiert. Der Oberdinger Künstler bietet am Mittwoch, 19. August, in Zusammenarbeit mit dem ADFC eine geführte Radtour zu den im Symposium entstandenen Werken an. Start ist in Erding.

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