Polens Präsident legt Veto gegen Justizreform ein

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In ungewöhnlicher Besetzung bot die Band edel stoff mit Geigerin Sandra Rieger, dem Akkordeonisten Klaus Voithenleitner und Schlagzeuger Harry Angermeier (verdeckt) spannende Sounds.

FiveLive Open Air

Spannende Sounds unterm Zeltdach

Neuching – Das Neuchinger Open Air-Event FiveLive ist ein kleines, feines Festival, das mit viel persönlichem Engagement organisiert wird und interessante Bands auf die Bühne holt. Auch Nachwuchsgruppen haben hier ein gutes Forum, sich zu präsentieren.

Dieses Jahr hatten die Veranstalter Pech mit dem Wetter. Nachdem der erste Termin im Juli abgesagt worden war, ließ man sich jetzt vom Regen die Stimmung nicht vermiesen. Unterm Zeltdach erlebte das gut gelaunte und aufgeschlossene Publikum fünf recht unterschiedliche Bands. Sozusagen mitten in der Neuchinger Prärie zwischen Wiesen und Feldern stiegen die rockigen Klänge in den Nachthimmel.

Zum Auftakt sorgten 22 Strings, junge Musiker aus dem Neuchinger Raum, mit Rocknummern für Partylaune. Als die Band BNO, die aus einem VHS-Projekt entstanden ist, den Song „Should I Stay Or Should I Go?“ anstimmte, stellte sich für Zuhörer diese Frage einfach nicht. Bleiben, zuhören und Spaß haben, war die Devise.

Mitreißenden Southern Rock und Country Rock hatte die Band Time Traders im Gepäck. Gespannt sein durfte man auf edel stoff, schon wegen der ungewöhnlichen Besetzung mit Violine, Akkordeon und Schlagzeug, angereichert mit Digital-Sounds. Die Geigerin Sandra Rieger kennen Klassikfreunde als Mitglied des überaus erfolgreichen Erdinger Jugendkammerorchesters Violinissimo, das mit seiner musikalischen Leiterin Ulli Büsel sogar nach New York zum Gastspiel in der Carnegie Hall eingeladen war.

Nun zeigte Rieger mit Balkanpop eine andere musikantische Seite ihres Könnens. Was immer gleich bleibt, ist ihr wunderschöner Ton, mit dem sie ihr Instrument beseelt. Gemeinsam mit dem Akkordeonisten Klaus Voithenleitner und Schlagzeuger Harry Angermeier bot edel stoff interessante Sounds, darunter eine effektvolle Klassik-Anspielung als Intro – „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss, ein Werk, das spätestens durch Stanley Kubricks Filmklassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ einem breiten Publikum bekannt wurde. Und was machten die Geister um Mitternacht, als Morphin die Töne tanzen ließ? Wahrscheinlich tanzten sie ausgelassen mit, zumal der Bandname keineswegs Programm war.

Vroni Vogel

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