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Zur Bedienung Nummer 1 des Burschenvereins Oberneuching wurde Rosalinde Streicher 2017 gekürt.
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Zur Bedienung Nummer 1 des Burschenvereins Oberneuching wurde Rosalinde Streicher 2017 gekürt.

Nachruf

Rosalinde Streicher († 71): Herzensgut, aber durchsetzungsfähig

  • vonDaniela Oldach
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Sie war die Volksfest-Mama. Lange Jahre hat Rosalinde Streicher auf dem Erdinger Herbstfest bedient. Jetzt ist die 71-Jährige nach schwerer Krankheit gestorben.

Niederneuching – Sie war die Volksfest-Mama. Unzählige Mass Bier hat Rosalinde Streicher im Weißbräuzelt auf dem Erdinger Herbstfest serviert. Unzählige Tabletts mit halben Hendln darauf hat sie getragen und damit die hungrigen Volksfest-Besucher bewirtet. Und unzählige Probleme der redseligen Gäste hat sie sich angehört, Trost gespendet und immer ein offenes Ohr für sie gehabt. Jetzt ist die 71-Jährige nach schwerer Krankheit gestorben.

„Mit ihr ist eine Bilderbuchbedienung und eine Bierzelt-Tradition gegangen“, sagt Uwe Pianka, der bis 2018 Festwirt im Weißbräuzelt war. Nur lobende Worte findet er über seine Bedienung, die 1992 bei ihm begonnen hatte. Nie gab es ein klagendes Wort, im Gegenteil. „Die Rosalinde hat ihren Job geliebt und das harte Arbeiten weggesteckt. Sie war eine Frau, die nie ein böses Wort verlor. Für die Mitarbeiter hat sie immer Kuchen gebacken und mitgebracht“, erinnert sich Pianka an seine Chefbedienung.

Besonders beliebt war Streicher auch bei den jungen Festgästen. „Rosalinde hat ihre Reservierungen immer alleine gemacht. Viele wollten einfach nur zu ihr“, erzählt Pianka. Keine bösen Worte, dafür aber Respekt: „Selbst die größten Rabauken sind da ganz brav geworden“, erinnert sich der frühere Festwirt mit einem Schmunzeln.

Von den Oberneuchinger Burschen wurde Streicher 2017 noch zur Burschenverein-Oberneuching-Bedienung Nummer 1 gekürt. Burschen-Chef Bernhard Schindlbeck hatte der Niederneuchingerin ein speziell für sie angefertigtes Lebkuchen-Herzerl überreicht. Denn Streicher war auch in ihrer Heimatgemeinde Neuching eine Institution.

Beim Gasthaus Neuwirt in Oberneuching war die 71-Jährige ebenfalls nicht wegzudenken – und freilich auch nicht auf vielen Festen in der Gemeinde. „Sie war eine herzensgute Frau, aber auch durchsetzungsfähig“, erinnert sich Hans Peis. Gemeinsam war der Neuchinger Altbürgermeister in Jugendzeiten sogar mit Rosalinde Oswald, wie sie damals noch hieß, in der Landjugend. Auch auf der Wiesn hat Streicher später gearbeitet.

Sie war aber auch ein Familienmensch. Stolz war sie auf ihre Kinder Ute und Martin sowie auf die Enkelkinder Tamara, Martin, Hannes und Jonas. Neben der Familie trauern auch die Geschwister Hedwig Hermansdorfer und Franz Oswald um die gesellige Niederneuchingerin.

Zahlreiche Freunde und Wegbegleiter erwiesen ihr auf ihrem letzten Weg die Ehre. Auch ihr langjähriger Chef Hugo Gruber vom gleichnamigen Gewandhaus in Erding war darunter, denn Streicher war im Hauptberuf in der Buchhaltung des Modehauses tätig. Dort hatte Rosalinde Streicher bis zu ihrer Pensionierung ihr gesamtes Arbeitsleben verbracht. 

Daniela Oldach

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