Die Gestaltung der Außenanlagen für das neue Kinderhaus zwischen Ober- und Niederneuching kam beim Gemeinderat gut an. Plan: Bauer Landschaftsarchitekten
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Die Gestaltung der Außenanlagen für das neue Kinderhaus zwischen Ober- und Niederneuching kam beim Gemeinderat gut an.

Planer stellt Entwurf für die Außenanlagen des neuen Neuchinger Kinderhauses vor

Weiden-Tipi, Hängematte, Schlittenhügel

Ein Fußballplatz zum Bolzen, ein Weiden-Tipi, ein Schlittenhügel: Im Neuchinger Gemeinderat wurde nun die Planung für die Außenanlagen des neuen Kinderhauses vorgestellt.

Neuching – „Eine sehr schön gestaltete Außenanlage“, lobte Neuchings Bürgermeister Thomas Bartl (CSU) die Planung für das neue Kinderhaus, das vorgelagert der im Bau befindlichen Sportanlage zwischen Ober- und Niederneuching entstehen wird. Mit der Gestaltung der Außenanlagen hatte die Gemeinde das Wörther Landschaftsarchitekturbüro Bauer beauftragt. Planer Mathias Bauer stellte das Konzept vor, das mit den Funktionen der Räume im Kinderhaus korrespondiert.

Den Ruheräumen im Hortbereich soll beispielsweise eine Hängematte und dem Aktivbereich ein Fußballplatz zum Bolzen sowie ein Basketballkorb im Freien zugeordnet werden. Für den Kindergarten sind ein gebäudenaher Sandkastenbereich und sogar eine Bobbycar-Rennstrecke vorgesehen. Als Belag schlug Bauer hier Kunststoff vor, ergänzte aber auf Nachfrage aus dem Gemeinderat, dass auch bunter Asphalt vorstellbar wäre.

Gemeinschaftsbereiche „wie ein grünes Klassenzimmer“

Ein Weiden-Tipi, eine lockere Gestaltung mit Holzstämmen, eine Rutsche, drei Sandkästen, einer davon bestückt mit Kletternetz und Balanciermöglichkeit, sowie ein Schlittenhügel sollen darüber hinaus zum Außenbereich gehören.

Die Gemeinschaftsbereiche will man „wie ein grünes Klassenzimmer“ aufbauen, erläuterte Bauer. Als Sitzgelegenheiten und für die Auffüllungen des bepflanzten Böschungsbereichs als Natursteinmauer seien Kalksteinblöcke vorgesehen. Der Vorplatz soll mit Bänken versehen werden.

Dem Erschließungsweg zwischen Sporthalle und Kinderhaus, die sogenannte Magistrale, eine Art Flaniermeile, soll in Richtung Straße eine Blumenwiese vorgelagert werden. Der Vorschlag für die Zaunhöhe war 1,30 Meter. Das Landschaftsarchitekturbüro hatte für die Situierung zwei Möglichkeiten erarbeitet, eine strenger geometrische und eine aufgelockerte Alternative.

Grobe Kostenschätzung: Insgesamt rund 300 000 Euro

„Was sagt ihr dazu?“, fragte Bartl nach der Planungsvorstellung in die Runde. „Die aufgelockerte Variante gefällt mir besser“, meinte Markus Sedlmeir (ÜWG). Der Gemeinderat teilte seine Meinung und votierte für diese Lösung.

Martin Schwarzenbeck (CSU) schlug hinsichtlich der Geländeformung vor, den Feldweg etwas anzuheben. Seine Anregung wurde aufgenommen und soll geprüft werden. Auch Martin Bichlmaiers (SPD) Vorschlag, eine interne Nutzung für Kinderhausfeste vorzusehen, wurde aufgegriffen.

Und auch die Kostenfrage kam zur Sprache. Bauer nannte hier als vorsichtige Schätzung 150 Euro pro Quadratmeter, was bei der Gesamtfläche von 2000 Quadratmetern rund 300 000 Euro ergeben würde. Der Planer betonte aber auch, dass hier noch nicht alle Faktoren berücksichtigt seien und diese Summe nur als grobe Richtschnur gelten könne.

Vroni Vogel

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