Der Spatenstich für die neue Sporthalle erfolgte am gestrigen Freitag: (v. l.): Geschäftsstellenleiterin Andrea Knauer, Architekt Alexander Pfletscher, 2. Bürgermeister Martin Bichlmaier, Bürgermeister Thomas Bartl, 3. Bürgermeister Manfred Mittermaier, Altbürgermeister Hans Peis, Gemeinderat Martin Schwarzenbeck und Bauamtsleiter Erhard Huber ließen sich das fleißige Schaufeln nicht entgehen. 
+
Der Spatenstich für die neue Sporthalle erfolgte am gestrigen Freitag: (v. l.): Geschäftsstellenleiterin Andrea Knauer, Architekt Alexander Pfletscher, 2. Bürgermeister Martin Bichlmaier, Bürgermeister Thomas Bartl, 3. Bürgermeister Manfred Mittermaier, Altbürgermeister Hans Peis, Gemeinderat Martin Schwarzenbeck und Bauamtsleiter Erhard Huber ließen sich das fleißige Schaufeln nicht entgehen. 

Sport, Theater, Feste: Gemeinde und Vereine besprechen Wünsche für Neubau

„Wesentlich mehr als eine reine Turnhalle“ in Neuching

  • VonDaniela Oldach
    schließen

Symbolisch flogen beim Spatenstich am Freitag zum Sporthallen-Bau die ersten Schaufeln Erde in die Luft. Aufgrund der günstigen Witterung war es mit den Erdaushubarbeiten schon Anfang Januar losgegangen. In rund eineinhalb Jahren soll dann die Zweifach-Turnhalle, die zwischen Ober- und Niederneuching errichtet wird, in Betrieb gehen.

Neuching - Wer aber will sie nutzen – und vor allem wie? Bei einer Besprechung samt Fragerunde mit den Neuchinger Vereinen stellten Bürgermeister Thomas Bartl (CSU), der Bauausschuss sowie Architekt Alexander Pfletscher das Millionenprojekt vor.

Die Gemeinderäte Christian Steiner (WGN), Martin Bauer (CSU) und Markus Reicheneder (FWG) hatten ein Konzept erarbeitet, das die Fakten des Baus umfasst, aber auch Details wie die spätere Hallenbelegung, Reinigung oder Sicherstellung eines geregelten Betriebs klären soll. Diese Erkenntnisse präsentierten sie den Vereinsvertretern im Saal des Gasthauses Neuwirt.

„Die sogenannte Sporthalle ist wesentlich mehr als eine reine Turnhalle, die den Neuchinger Vereinen eine günstige Option vor Ort bietet, ihren Sport auszuüben“, betonte das Trio. Denn nach Corona soll auch das kulturelle und gesellschaftliche Leben wieder an Fahrt gewinnen. Angesprochen wurden Theateraufführungen, ein Kinderfasching, aber auch die Nutzung für private Feierlichkeiten. „Vorgesehen ist es, dass man kleinere, mittlere und größere Veranstaltungen abhalten kann“, informierte Architekt Pfletscher. „Eine Halle für ganz Neuching“, fasste das Trio zusammen.

Zwischen Isarkanal und Kreisstraße liegt das Areal, auf dem das neue Neuchinger Sportgelände entsteht. Der Entwurf zeigt im oberen Bereich die Tennisplätze, darunter die Sporthalle und die Parkplätze.

Im Freien werden vier Tennisplätze errichtet, teilweise mit Flutlicht ausgestattet. Auch Platz für weitere Sportarten soll freigehalten werden. Herzstück des Baus ist die multifunktionale Sporthalle. Deren Spielfelder sollen laut Pfletscher so ausgerichtet werden, dass sowohl Training als auch Wettkämpfe möglich sind.

„Wem gehören dann die Geräte in der Halle?“, wollte Hans Mayer wissen. Denn davon sei ja die Nutzung abhängig. „Eine gewisse Grundausstattung stellt die Gemeinde zur Verfügung. Separate Dinge wie Bälle haben die Vereine“, antwortete Bauamtsleiter Erhard Huber.

„Was brauchen die Vereine?“, fragte Reicheneder in die Runde. „Das sollen sie zusammenschreiben. Und auch Belegungszeiten, Bedarf et cetera“, meinte er. SpVgg-Vorsitzender Pascal Gschwendtner fragte nach der Anzahl der Duschen und der Flutlicht-Ausstattung für die Tennisplätze. „In jeder Umkleide sind vier Duschen vorhanden“, so Pfletscher. Flutlicht könne es für maximal drei Plätze geben, da es rechts wegen der Masten nicht gehe.

Martin Bichlmaier (SPD) möchte die Werbetrommel für die Halle rühren. So seien ein Kinderfasching oder Jubiläumsfestivitäten gute Möglichkeiten. Aber auch eine private sportliche Nutzung etwa für Yoga, Badminton oder Futsal würde gut ankommen.

Im Mai oder Juni soll mit der Planung und dem Ausbau begonnen werden. Deshalb sei es jetzt wichtig, dass die Vereine ihre Ausstattungswünsche mitteilen, verdeutlichte Pfletscher.

Redebedarf gab es auch, wie und ob weitere Wasser- und Abwasseranschlüsse installiert werden. Das sei besonders bei großen Festivitäten wichtig. Herbert Rauch jun. brachte die Thematik auf den Tisch. „Können denn Geräteräume ausgeräumt werden, um hier auch mal Gläser zu waschen?“, fragte er. Und wie funktioniere die Anlieferung von größerer Ausstattung, etwa Band-Equipment? Im großen Putzraum ist laut Pfletscher ein Wasseranschluss vorgesehen, größeres Equipment werde über eine Treppe angeliefert. Dort könne man ganz einfach auch eine Rampe einhängen. Und im ersten Stock sei im Mehrzweckraum auch eine Bewirtung möglich. In den Geräteräumen sind bisher keine Leitungen vorgesehen. Duschen sind laut Reicheneder dafür geeigneter. Es handle sich dabei aber um maximal vier Großveranstaltungen im Jahr.

„Ich kenne es aus der Praxis und möchte nicht kleingliedrig in der Dusche umeinandertun. Ich finde es aber gut, wenn Geräteräume entsprechend ausgestattet sind“, entgegnete Otto Hainz (SPD). „Dann aber nicht nur Wasser und Abwasser, sondern auch Strom – und das nicht nur 16 Ampere“, verdeutlichte SpVgg-Chef Gschwendtner. Bei der Möglichkeit, 800 Leute ins Haus zu lassen, solle ein Raum entsprechend ausgestattet werden, meinte Martin Bauer. „Das Geld ist dann gut angelegt“, ist er überzeugt und bekam Unterstützung von Steiner.

Burschen-Chef Bernhard Schindlbeck sieht es genauso und machte darauf aufmerksam, dass im Außenbereich entsprechende Stromverteilungskästen installiert werden sollen. Das sei von Vorteil, wenn ein Verein etwa ein Zelt aufstellt. Bei den Tennisplätzen ist laut Pfletscher Außenstrom vorgesehen. Und Bauamtschef Huber zufolge werden Verteilerkästen auch bei der Elektroplanung berücksichtigt.

„Es soll sichergestellt werden, dass das Landratsamt 800 Leute reinlässt“, ergänzte Bauer. Dafür gebe es laut Pfletscher ein Brandschutzkonzept: „Veranstaltungen dieser Größe sind dann auch möglich. Wir bauen aber keine Eventarena. Wir bauen eine Sporthalle mit Mehrzweckcharakter“, verdeutlichte der Planer.

Jetzt sind die Neuchinger Vereine gefragt. Noch rund zwei Monate ist Zeit, der Gemeinde Ausstattungswünsche mitzuteilen. Per E-Mail an sekretariat@vg-oberneuching.de sollen die Klubs ihre Wünsche und gerne auch schon Belegungspläne melden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare