Athen: Schweres Erdbeben erschüttert Griechenland - tausende Menschen rennen auf die Straßen

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Sicher auf drei Rädern unterwegs: Ein motorisiertes Dreirad ist eine Möglichkeit, um auch im fortgeschrittenen Alter mobil zu bleiben. Ulrich Trojer erklärte den Senioren die Benutzung. Zuvor hatte Manfred Raubold (am Eingang mit Krawatte) über die Verkehrssicherheit referiert und den Gästen viele Tipps mitgegeben. 

Neuchinger Seniorentag

Verkehrssicherheit ist keine Frage des Alters

Beim Neuchinger Seniorentag drehte ich alles ums Thema Straßenverkehr.

Oberneuching – Sind Senioren unsichere Verkehrsteilnehmer? Und sollen Fahrprüfungen ab einem gewissen Alter Pflicht werden? Antworten auf all das und noch viel mehr gab es beim Neuchinger Seniorentag im Gasthaus Neuwirt. Zum siebten Mal hatte der Arbeitskreis Senioren und Soziales rüstige Junggebliebene zu einem Treffen eingeladen.

„Sie werden von mir nicht hören: Ab morgen sind Sie nur noch zu Fuß unterwegs“, sagte Manfred Raubold von der Kreis-Verkehrswacht Erding mit einem Schmunzeln zu den Senioren. Jedoch hatte er viele Tipps und Informationen für die Gäste parat, um weiterhin sicher im Straßenverkehr teilnehmen zu können.

Die häufigste Unfallursache (nicht altersbezogen) ist mit 18,2 Prozent aller Unfälle das Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren. „Blinken nicht vergessen“, mahnte Raubold, denn das werde oft vernachlässigt. Auch das Thema Müdigkeit, die oftmals durch Medikamente ausgelöst werde, dürfe man nicht unterschätzen. „Das kann auch ein ganz banales Mittel gegen Heuschnupfen sein“, sagte der Verkehrsexperte.

„Sollen ältere Menschen ab einem gewissen Alter eine nochmalige Eignungsprüfung machen? Wie steht die Verkehrswacht dazu?“, wollte ein Teilnehmer wissen. „Wir haben eine klare Meinung. Wenn, dann plädieren wir für freiwillige Tests“, so Raubold. Ein 75-jähriger gesunder Mensch könne viel fitter sein als ein 40-Jähriger, der schon zwei Herzinfarkte hatte. Deshalb könne man eine Verkehrseignung nicht an einem bestimmten Alter festmachen. Zudem wären bei einer Pflicht der administrative Aufwand und die Kosten enorm, sagte Raubold.

Aber es gibt durchaus auch Risiken. So treten mit zunehmendem Alter Verringerungen der kognitiven, motorischen und sensorischen Leistungsfähigkeit ein. Fährt man weniger mit dem Auto, nimmt zudem die Fahrpraxis ab. Und wenn gefahren wird, dann tun das meist die Männer. „Wenn die Frau einen Führerschein hat, liebe Männer, dann lasst sie auch fahren. Und am besten ist, beidseitig kommentarlos fahren“, riet Raubold und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

„Langjährige Erfahrung im Straßenverkehr kann sehr viel kompensieren“, sagte der Experte. Und ist man unsicher, sind extra Fahrstunden oder spezielle Fahrtrainings, die auch die Verkehrswacht anbietet, eine Möglichkeit, wieder mehr Sicherheit zu erlangen.

Eines gelte aber für alle Altersgruppen: „Vorsicht im Straßenverkehr und Rücksicht nehmen, vor allem auf die Schwächeren.“

Hat man den Führerschein abgegeben und ist man mit dem Rad aufgrund schwindender Kräfte zu unsicher, ist das noch kein Grund, auf Mobilität zu verzichten. Ulrich Trojer führte Elektromobile vor, mit denen man sich auch im höheren Alter fortbewegen kann. Dazu gehören E-Bikes, aber auch bequeme Dreiräder, die mit Motorisierung sogar bis zu 45 km/h schnell sind. Für die Senioren war es ein Heidenspaß, anschließend die Gefährte auszuprobieren.

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