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Neue Dieselloks: Begeisterung trotz Panne

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Schön und schnittig: Die neuen Dieselloks der Südostbayernbahn stecken voller Technik. Am Dorfener Bahnhof machte gestern der Testzug halt. Foto: Renner
Schön und schnittig: Die neuen Dieselloks der Südostbayernbahn stecken voller Technik. Am Dorfener Bahnhof machte gestern der Testzug halt. Foto: Renner

Dorfen - Premiere mit Hindernissen: Zum ersten Mal sind am Wochenende auf der Strecke Mühldorf-Markt Schwaben zwei der insgesamt acht neuen Diesellokomotiven verkehrt, die ab 2014 im Streckennetz der Südostbayernbahn (SOB) eingesetzt werden. Während die Testfahrten am Samstag reibungslos verliefen, kam es am Sonntag zu Störungen bei den Loks.

Erst am späten Nachmittag wurden die zwei Loks mit zahlreichen Doppelstockwagons zu einer weiteren Testfahrt nach Dorfen geschickt. Die neuen Dieselloks konnten nicht wie geplant fahren - Software-Probleme mussten erst behoben werden.

„Testfahrten werden ja deshalb gemacht, um Probleme auszuloten“, so ein Mitarbeiter der SOB. Die Testfahrten wurden ohne Passagiere gemacht und liefen auch außerhalb des normalen Fahrplanes. Fachleute von Bombardier waren bei den Fahrten mit auf der Lok.

Trotz der unerwarteten Probleme ist man bei der SOB zuversichtlich. „Für die Südostbayernbahn ist der Kauf dieser acht Diesellokomotiven mit einem Kostenvolumen von rund 24 Millionen Euro eine der größten Investitionen in ihrer bisherigen Unternehmensgeschichte“, kommentiert Kommunikationsassistentin Sabrina Nebauer die Anschaffung. Eingesetzt werden die Loks ab Mitte 2014 auf der Hauptverkehrsstrecke zwischen Simbach und München. Primär werden sie die langen Doppelstockwagen der Südostbayernbahn ziehen.

Statt eines großen Diesel-Aggregats verfügen die neuen Loks über vier innovative Industrie-Dieselmotoren mit einem Gesamtleistungsvolumen von 2252 kW. Das ermöglicht laut Nebauer ein Zu- oder Abschalten von einzelnen Motoren je nach gefordertem Leistungsbedarf und gewährleistet eine Kraftstoff sparende und umweltfreundliche Fahrweise.

Die neuen Loks, die für eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 160 Kilometer pro Stunde ausgelegt sind, erfüllen laut Herstellerangaben auch die ab 2012 gültigen neuen EU-Abgasnormen. Zudem verursachen sie weniger Lärm. Mit den neuen Lokomotiven soll auch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge verbessert werden. Aber die Anschaffung der neuen Dieselloks hat auch noch einen anderen Hintergrund: Die Südostbayernbahn rüstet sich für die Ende 2016 anstehende Ausschreibung der Bahnstrecke München-Mühldorf. Und da will man auch mit einem hochmodernen Fuhrpark punkten.

Anton Renner

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