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1000 Quadratmeter ist das neue Wellenbad in der Therme groß. Das Dach lässt sich an schönen Tagen öffnen und umschließt auch die beiden Hotels.

Neues Wellenbad, neue Hotels

Erweiterung: So wird die neue Therme Erding

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Erding - Am Tag der Deutschen Einheit ist es soweit: Das Wellenbad der Therme Erding öffnet pünktlich zum 15. Geburtstag von Europas größtem Wellnesstempel. Was alles geboten ist.

Rund um die Therme Erding herrscht Baustellenatmosphäre. An allen Ecken und Enden wird asphaltiert, betoniert, geschraubt und gehämmert. Doch im Inneren des dritten großen Erweiterungsbaus nach Therme, Saunaparadies und Rutschenpark Galaxy haben Arbeiter und Reinigungskräfte ganze Arbeit geleistet: Das Wellenbad ist fertig. Am Einheitstag, 3. Oktober, werden die ersten Gäste erwartet. Die Hotels im Stil des Erobererschiffs MS Victory und eines venezianischen Palasts öffnen in einigen Wochen. Einschließlich Hotels kostet die dritte große Erweiterung rund 100 Millionen Euro. 200 zusätzliche Arbeitsplätze sind entstanden.

Aufgrund des großen Volumens des Vorhabens kam es zu unerwarteten baulichen und bürokratischen Hürden“, verrät Investor und Architekt Josef Wund. Einige Gäste mussten vertröstet werden. Immerhin: Erste ausgesuchte Kunden werden ab diesem Wochenende zum Probewohnen erwartet.

Das Bad der Superlative

Wer die Inhaberfamilie Wund, die am Bodensee zu Hause ist, kennt, weiß: Es muss immer der Superlativ sein. Die Wasserfläche steigt drinnen und draußen um 2000 Quadratmeter. Allein das Hallen-Wellenbad misst 1000 Quadratmeter – und gehört laut Josef Wund damit zu den größten weltweit. Einzigartig ist bis dato auch die Erzeugung der Wellen. „Das geschieht ausschließlich mittels Pneumatik“, erklärt Jörg Wund. Denn die bis zu drei Meter hohen Wogen werden per Luftdruck und sechs Klappen erzeugt, die unterschiedliche Szenarien auf dem Wasser zulassen. Josef Wund betont, dass die Wellen so gesteuert seien, „dass es keine Brecher gibt, die etwa Kinder gefährden könnten“. Zur Sicherheit gibt es 30 Rettungsschwimmer.

Pionierarbeit geleistet hat der Investor auch bei den Palmen: 300 stehen in der großen Halle, deren Dach sich wie das der Sauna sowie die beiden Kuppeln öffnen lässt. Ein geschicktes Belüftungssystem, „von dem der Besucher nichts spürt“, so Wund, beschert den Palmen Tropenklima.

"Ein lang gehegter Wunsch vieler Stammkunden"

Jörg Wund kündigt an, dass in den Ferien und an Wochenenden überwiegend Wellenbetrieb herrschen werde. Werk- und vor allem vormittags hätten die Gäste die Möglichkeit, in einem wettkampftauglichen 25-Meter-Becken ihre Bahnen zu ziehen. „Das war ein lange gehegter Wunsch vieler Stammkunden“, so Jörg Wund. Die Hotelgäste kommen auch nachts ins Wellenbad. „Damit ihnen nichts passiert, wird das Wasser außerhalb der Betriebszeiten, so weit abgesenkt, dass niemand ertrinken kann“, versichert Josef Wund.

Bilder: So wird die neue Therme Erding

Bilder: So wird die neue Therme Erding

Die Erweiterung kann dem Komplex mit 500 eigenen Beschäftigten und vielen externen Dienstleistern deutlich mehr als das bisherige jährliche Maximum von 1,5 Millionen Besuchern bescheren. Seit der Eröffnung 1999 wurden rund 17 Millionen Besucher gezählt. Bis zu neun Stunden bleibt jeder Besucher, junge Leute im Schnitt vier bis fünf Stunden. „Jetzt entzerrt sich alles deutlich“, freut sich Josef Wund. Er geht von weiter steigenden Aufenthaltszeiten aus. „Das erhöht die Wertschöpfung, von der die ganze Region profitiert.“

Hans Moritz  

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