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Neue Untschriften gegen Handymast

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Buch am Buchrain - Eine Unterschriftenliste war Thema in der Bucher Gemeinderatssitzung. Sie richtet sich gegen den neu vorgeschlagenen Standort für den Mobilfunkmast.

Erneut behandelte der Gemeinderat Buch das Thema Mobilfunkversorgung. In der Mai-Sitzung hatte Martin Ostermeier einen neuen Standort vorgeschlagen: Ein Feld zwischen dem Hauptort und Mitterbuch (wir berichteten). Damals hatte man sich geeinigt, dem Mobilfunkanbieter Vodafone den Standort vorzuschlagen.

„Wir haben am 19. Mai eine Unterschriftenliste gegen den Standortvorschlag bekommen“, erklärte Bürgermeister Ferdinand Geisberger. Die Bürger wollen eine andere Lösung, berichtete er. Geisberger: „Bis jetzt haben wir eh noch nichts unternommen, da unser Ansprechpartner von Vodafone im Urlaub war.“

Ostermeier betonte, dass er mit seinem Vorschlag niemanden hatte ärgern wollen. „Ich wohne selber in der Nähe, mich würde dieser Standort auch erwischen“, sagte er. Auch der Gemeindechef war nach wie vor positiv gegenüber Ostermeiers Vorschlag eingestellt. Gut daran sei, dass er sich in der Nähe des Ortskerns befinde und es keine unmittelbare Bebauung gebe. Josef Auer begrüßte, dass Ostermeier „einfach mal eine Alternative vorgestellt“ habe. Das vermisse er bei der Liste mit den Bürgerunterzeichnungen.

Die Unterschriftenliste gegen Ostermeiers Vorschlag war nicht die erste. Auch für den anderen potenziellen Standort, dem Wasserturm in Oberbuch, waren in den vergangenen Monaten Gegenstimmen eingegangen. „Ich bin nach wie vor für den Wasserturm“, erklärte Wolfgang Hipper. „Da gibt es Strom, der Turm selbst ist schon sehr hoch - einen besseren Standort finden wir nicht. Und wir werden auch nie einen Standort finden, wo es gar keine Einsprüche gibt.“

Im Herbst, wenn der neue Autobahnabschnitt der A 94 in Pastetten eröffnet wird, soll dort auch ein Sendemast gebaut werden. „Ich bin dafür, dass wir noch bis zur A 94-Eröffnung warten und dann schauen wir, ob der Mast bis zu uns reicht“, sagte Martin Loidl. Von einigen Zuschauern erhielt Loidl für diese Äußerung Beifall. Martin Dondl betonte, dass man mit der neuen Technik gehen müsse. „In 20 Jahren wird niemand mehr sagen: Handys braucht man doch gar nicht.“ Geisberger war der selben Meinung: „In 20 Jahren wird man über uns lachen, dass wir so viel über den Mobilfunkmasten diskutiert haben.“

Ab nächster Woche ist der zuständige Vertreter von Vodafone wieder aus dem Urlaub zurück. Dann wird man mit ihm Kontakt aufnehmen und den neuen Standortvorschlag prüfen lassen.

Markus Ostermaier

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