Neues A94-Teilstück: Freude bei Minister und Autobahngegnern

Dorfen/Heldenstein - Ungewöhnliche Einigkeit bei der A 94. Der gestrige Baubeginn des Autobahnteilstücks zwischen Heldenstein und Ampfing ist nicht nur von Innenminister Joachim Hermann, sondern auch von den Gegnern der Isentaltrasse begrüßt worden.

„Mit dem heutigen Baubeginn kommen wir der durchgehenden Fernstraßenverbindung zwischen München und Passau wieder ein großes Stück näher“, sagte Innenminister zu Baubeginn. Die A 94 sei unverzichtbar für die Wettbewerbsfähigkeit Südostbayerns, zur Sicherung und zum Ausbau der Arbeitsplätze und aus Gründen der Verkehrssicherheit, so der Minister. Herrmann zeigte sich zuversichtlich, die noch bestehende Lücke in der A 94 zwischen dem momentanen Autobahnende bei Forstinning und der Umgehung Mühldorf in überschaubarer Zeit schließen zu können. Den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt Pastetten – Dorfen erwartet der Minister noch für dieses Jahr. Das Planfeststellungsverfahren im Folgeabschnitt Dorfen – Heldenstein werde voraussichtlich im nächsten Jahr fortgeführt.

Auch die A 94-Gegner können dem Autobahnteilstück „aus ganzen Herzen zustimmen“, so Heiner Müller-Ermann, der Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die Isentalautobahn. Denn der Abschnitt Ampfing – Heldenstein wird unter Einbeziehung der B 12 gebaut – das was die Aktionsgemeinschaft seit 33 Jahren fordere, werde hier vorbildlich verwirklicht. „Man fragt sich erneut, warum dies nicht auch auf dem weiteren Weg nach München möglich sein soll? Denn nur so erhalten die Anwohner auch Lärmschutz. Würde die A 94 nicht auf der B 12 verlaufen, hätten die Ampfinger weiterhin den Verkehrslärm der B 12, auf der ja eine hohe Belastung bleibt, heißt es in einer Pressemitteilung. (ar)

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