Alles im Plan: Bürgermeister Franz Hofstetter (l.) bei der Vorstellung der Um- und Neubaupläne für das Waldbad. Foto: mel

Waldbad Taufkirchen

Neues Eingangsgebäude wird auch zum Vereinsheim

Taufkirchen – Beim Umbau und der Generalsanierung des Eingangsgebäudes des Taufkirchener Waldbades bleibt nur das Grundgerüst stehen. Darüber informierten Bürgermeister Franz Hofstetter und Verwaltungsleiter Konrad Karbaumer bei einem Pressegespräch.

 „Das Betongerüst bleibt, alles andere wird neu“, sagte Hofstetter. Bodenplatten und Betonpfeiler können laut Hofstetter stehen bleiben. Ursprünglich war ein Neubau des Gebäudes geplant. Das sei wieder verworfen worden, um Kosten zu sparen. Das Gebäude wurde statisch untersucht, das Ergebnis habe gezeigt, dass man den Rohbau stehen lassen könne. Alles werde barrierefrei umgebaut. Damit kommt man der Kritik der vergangenen Jahre nach.

Im Obergeschoss entstehen Räume für Vereine, das Personal und den Schwimmmeister, erörterte Karbaumer. Die Alt- und Jungschützen werden hier künftig ihre Heimat mit Schießstand, Waffenkammer, Toiletten und einen teilbaren Aufenthaltsraum haben. Auch die Modelleisenbahnfreunde erhalten im Obergeschoss eine neue Bleibe, „einen nackten Raum“ mit rund 180 Quadratmeter, den sie sich nach ihren Vorstellungen selber gestalten. Im Untergeschoss seien Technik-räume, Lagerplatz, der ganze Eingangsbereich, Umkleiden, Sanitäranlagen und ein eigenes Treppenhaus mit Lift für den Zugang der Vereine vorgesehen. Auch die DLRG und der Alpenverein werden hier wieder ihre Räume beziehen.

Bürgermeister Hofstetter freut sich über die Entwicklung, denn die Vereine brächten über das ganze Jahr hinweg Leben in das Gebäude. Außerdem könne damit das Fortbestehen der Schützen und der Modelleisenbahner gesichert werden, die aus ihren aktuellen Vereinsheimen raus müssen. Baubeginn sei um den 1. September herum, nach der Badesaison 2016, damit pünktlich zum Badestart 2017 alles fertig sei, sagte Hofstetter und versprach: „Das haut auch hin.“

Die Maßnahme wurde auf 910 500 Euro kalkuliert, davon rund 10 500 Euro für die Ausstattung, der Rest sind Baukosten. Die jährlichen Betriebskosten des Waldbades liegen zwischen 350 000 und 450 000 Euro, meinte Kämmerer Fritz Jung. Hofstetter sagte, nach dieser Maßnahme sei wieder alles grundsaniert. Alle drei Becken sowie die Außenanlagen wurden in den Vorjahren erneuert. Auch die Filteranlagen seien neu, nur das Gebäude für die Technik sei noch alt. Laut Hofstetter wurden in den vergangenen 25 Jahren rund fünf Millionen Euro in das Waldbad investiert. 2018 feiert das Bad 50-jähriges Bestehen.  mel

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