Hübsch anzusehen: Der futuristisch wirkende Anbau mit gold schimmernden Platten (r.) schmiegt sich an den historischen Altbau an. Das Museum Erding soll künftig nicht nur sonntags, sondern sechs Mal pro Woche geöffnet sein. Foto: ham

Neues Museum Erding: In der Theorie läuft der Betrieb bereits

Erding - Der Anbau mit seiner gold glänzenden Fassade ist fertig, nun geht's mit der Sanierung des Altbaus weiter: Das Museum Erding ist auf einem guten Weg. Nun ging es im Stadtrat um den Betrieb.

Alois Gabauer von der Stadtverwaltung hatte einige Heimatmuseen in der Umgebung angeschrieben. Schließlich muss für das neue Museum Erding das Rad nicht neu erfunden werden. Im Verwaltungs- und Finanzausschuss (VFA) des Stadtrates wurde über den künftigen Betrieb diskutiert.

Bislang war die Sammlung an der Prielmayerstraße nur sonntags geöffnet. Künftig sollen außer an Montagen an allen Tagen die Besucher kommen können: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie zusätzlich dienstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr. Der Montagvormittag ist Schulklassen vorbehalten. Auf Anregung aus dem Gremium wird erwogen, montags komplett zu schließen – so wie fast alle Museen. Führungen, versicherte Gabauer, könnten auch zu anderen Zeiten vereinbart werden.

Bis dato kümmert sich der hauptamtliche Museumsleiter Paul Adelsberger mit 16 Ehrenamtlichen um das Museum. „Dies muss aufgrund der längeren Öffnungszeiten geändert werden“, sagte Gabauer. Der Stellenplan sehe eine weitere Ganztagsstelle vor, die jedoch auf zwei Teilzeitkräfte verteilt werden könne. An Wochenenden und Feiertagen sollen Honorarkräfte einspringen. Dafür sieht der Haushalt 5000 Euro jährlich vor.

War der Eintritt bislang kostenlos, zahlen Erwachsene im erweiterten Museum drei Euro, Kinder unter sechs Jahren sind frei. Der ermäßigte Eintritt wird zwei Euro betragen, das ist auch der Gruppentarif. Bei Schülerführungen wird pro Kind ein Euro verlangt. Im VFA wurde über diese Preisstaffelung diskutiert. Nicole Sievers (Grüne) forderte niedrigere Gebühren, konnte sich aber nicht durchsetzen. Dafür wird auf ihre Anregung hin eine Jahreskarte eingeführt. Die Stadträte wollen die Entwicklung ein Jahr lang im Auge behalten, danach könnten die Eintrittspreise neu kalkuliert werden. Hans Egger (Erding Jetzt) forderte eine exakte Dokumentation, um vermeidbare laufende Kosten so gering wie möglich zu halten.

Erste Entwürfe liegen für das Erscheinungsbild des Museums vor. Schriften, Logos und Farben stellte der Grafiker Tido Brussig vor. Das Gold der Fassadenplatten wird sich künftig in allen Broschüren, Katalogen, Büchern, dem Briefpapier und auf Visitenkarten wiederfinden. Brussigs Vorschläge fanden einhellige Zustimmung.

(Hans Moritz)

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