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Stückweise gefällt: Die große Eiche, einer der ältesten Bäume in Neufinsing, steht nicht mehr. 

Ortsmitte Neufinsing 

Alte Eiche muss Ärztehaus weichen

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Einer der ältesten Bäume Neufinsings ist am Samstag gefällt worden. Die große Eiche an der Münchner Straße/Ecke Seestraße musste der geplanten Bebauung in der Ortsmitte weichen. Dort, auf dem ehemaligen Eon-Grund, soll neben dem bestehenden Pflegeheim und dem Netto-Markt noch ein Ärztehaus errichtet werden.

Neufinsing– Ein Anwohner (Name der Redaktion bekannt) vermisst „einen sensibleren Umgang der Gemeinde mit einem Ortsbild prägenden Baum“, auch wenn er sich freue, wenn auf dem brach liegenden Areal wieder etwas gebaut werde. Er schreibt: „Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass dieser Baum am Rand des Grundstücks dem Vorhaben im Weg stehen könnte.“ Über den Bebauungsplan oder eine vertragliche Auflage hätte die Gemeinde durchaus Einflussmöglichkeiten gehabt, so seine Meinung.

„Dass das nicht jedem gefällt, glaub’ ich und das tut mir leid“, sagte Bürgermeister Max Kressirer gestern unserer Zeitung. „Aber man kann es auch nicht jedem recht machen.“ Die kommunalen Pläne für das ehemalige Eon-Areal gehen zurück ins Jahr 2008, als die Gemeinde den Grund gekauft hatte. „Wir haben uns viele Gedanken über die Nutzung gemacht“, betont Kressirer und erinnert an den städtebaulichen Wettbewerb dazu.

Schließlich habe die Gemeinde die Fläche an einen Investor, die Firma Sperr & Zellner, verkauft. „Die Entwicklung der Ortsmitte ist entscheidend für Neufinsing, und zwar auf lange Sicht“, sagt Kressirer. Nach dem Seniorenheim und dem Einzelhandel sei das Ärztehaus der letzte Baustein. Der Bürgermeister räumt ein, dass die Eiche ortsbildprägend gewesen sei, „aber wir haben beim Umschneiden erkannt, dass sie innen schon etwas morsch war“. Von außen sei dies nicht zu sehen gewesen.

Den Schwarzen Peter will sich Kressirer nicht zuschieben lassen. Die Gemeinde tue viel für den Pflanzen- und Artenschutz. „Wir haben in den vergangenen Jahren mehr als 1000 Bäume gepflanzt – unter anderem an der Ortsdurchfahrt und am Badeweiher“. Zudem investiere man viel Geld, um der Gfällach wieder mehr Wasser zuzuführen (siehe Bericht oben).

Das Grundstück in der Ortsmitte war Teil der Bayernwerk-Kolonie, die mit dem Kraftwerk Finsing Anfang der 1920er Jahre errichtet worden war. 

Gabi Zierz

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