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Sogar das Stehen auf den Inlineskates war anfangs noch eine Herausforderung für einige Teilnehmer. Nach rund zweieinhalb Stunden Training mit Werner Fischer (l.) war sogar das Bremsen kein Problem mehr.

Ferienprogramm Finsing

Skating-Tipps vom Profi

Neufinsing – Dass Inlineskaten Spaß macht, wissen die Teilnehmer des Finsinger Ferienprogramms. Dank des Sicherheitskurses vom ehemaligen Weltrekordhalter im Rückwärtsskaten können sich auch die Eltern entspannen.

Von der richtigen Fahrtechnik über die gezielte Bremsung bis hin zum kontrollierten Sturz hat der Finsinger Werner Fischer 14 Nachwuchsskatern einen Crashkurs in Sachen Sicherheit verpasst.

Eine wackelige Angelegenheit waren die bunten Rollen unter den Füßen für die Anfänger unter den Teilnehmern. Jedes noch so kleine Steinchen kann die Skater ins Straucheln bringen. Dank Fischers konkreter Tipps wurden die Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren jedoch zunehmend sicherer. Der 53-jährige Finsinger nimmt bereits seit 14 Jahren selbst an Rennen teil. Während er normalerweise Skatekurse im Münchner Verein SkateMunich anbietet, hat er sich im Rahmen des Ferienprogramms Zeit für die Finsinger Kinder genommen.

In Sachen Inline-Skaten weiß Fischer, wovon er spricht: 2006 hat er beim Berlin-Marathon einen Weltrekord im Rückwärtsskaten aufgestellt. In 1:45:56 Stunden legte er damals die Marathondistanz zurück.

Für die Finsinger Kinder ging es nun aber erst einmal vorwärts. Ausgestattet mit Helm und Schonern für Knie, Ellenbogen und Handgelenke wagten sie sich am Neufinsinger Sportplatz auf die Trainingsstrecke. Dabei gab es auch für die erfahrenen Teilnehmer noch einiges zu lernen – die richtige Falltechnik zum Beispiel. „Achtet immer darauf, dass ihr nach vorne fallt. Das tut lange nicht so weh, wie wenn ihr nach hinten fallt“, erklärte Fischer. Erst auf den Knien, dann auf den Handflächen sollen die Kinder im Notfall landen. „Knie und Hände sind durch eure Schoner geschützt, da ist das gar nicht mehr schlimm“, beruhigte Fischer die noch etwas skeptischen Kinder.

Und er behielt Recht: Nach ein paar vorsichtigen Fallversuchen war den jungen Skatern der Spaß am Stürzen immer deutlicher anzusehen. „Das sieht ganz spektakulär aus. Eltern kriegen dabei immer eine Panikattacke, wenn sie das sehen, dabei tut das gar nicht weh“, sagte Fischer.

Wichtig für einen sicheren Ausflug auf den Rollschuhen sei auch eine gekonnte Bremsung. „Es kann immer sein, dass plötzlich ein Hindernis auftaucht. Da ist eine abrupte Bremsung unbedingt notwendig“, erklärte der Skateprofi und fasziniert seine interessierten Zuhörer mit einem Beispiel aus seinem Leben: „Wenn ich Rennen fahre, sind ganz viele Skater auf einer Strecke. Wenn da einer stürzt, müssen die anderen auch sofort ausweichen, oder schnell abbremsen.“

Tiefer in die Knie gehen, eine Hand auf dem Bein abstützen, an dessen Schuh sich das Bremsstück befindet, und den Körper leicht nach vorne neigen – einüben konnten die Kinder diese Technik im Spiel „Ochs vorm Berg“ – mit Erfolg. Die achtjährige Lisa stand vor dem Kurs bereits mehrmals auf ihren Skates, das Gelernte war jedoch auch für sie neu, wie sie erzählt. „Das hat richtig Spaß gemacht.“  

Von Julia Adam

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