Festlicher Klang: Das Taufkirchener Salonorchester bestritt den ersten Teil des Neujahrsempfangs im Bürgersaal.
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Festlicher Klang: Das Taufkirchener Salonorchester bestritt den ersten Teil des Neujahrsempfangs im Bürgersaal.
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Zahlreiche Gäste erschienen zum Neujahrsempfang in Taufkirchen/Vils.
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Zahlreiche Gäste erschienen zum Neujahrsempfang in Taufkirchen/Vils.

Neujahrsempfang Taufkirchen

Gemeinde profitiert von Unternehmerfleiß

Taufkirchen - Hochkarätiger Besuch und Unterhaltung auf höchstem musikalischen Niveau durch das Taufkirchener Salonorchester. Das war auch dieses Jahr beim Neujahrsempfang der Gemeinde im Bürgersaal geboten.

Bürgermeister Franz Hofstetter begrüßte alle Gäste am Eingang per Handschlag. Auch Umweltministerin Ulrike Scharf und Landrat Martin Bayerstorfer waren unter den Gästen. Heuer wurde die Veranstaltung erstmals geteilt. Das Salonorchester unter der Leitung von Susanne Heydner bot en bloc eine wunderschöne Mischung an beschwingter Musik, vom Walzer über den Tango bis hin zu seiner bejubelten Zugabe, dem Radetzky-Marsch. Kulturreferent Christoph Puschmann moderierte die Veranstaltung, Querflötist Didi Heydner kündigte die Lieder an.

Im zweiten Teil des Empfangs freute sich Hofstetter in seiner Neujahrsansprache über eine „wunderbare Ausgangssituation“ im Landkreis, mit so wenigen Arbeitslosen, wie noch nie, florierenden Betrieben und Ausbildungsplätzen ausnahmslos für alle Jugendlichen. Wie existenziell Gewerbesteuer sei, habe 2016 gezeigt. Er dankte vor allem der Geschäftsführung von Himolla: „Vom Fleiß des Unternehmens profitiert auch die Gemeinde.“

Der Gemeinderat habe sich um den flächendeckenden Ausbau mit Breitband gekümmert, die Sanierung des Waldbades werde mit dem neuen Eingangsgebäude dieses Jahr abgeschlossen und ein weiteres Kinderhaus fertiggestellt. Mit einer heilpädagogischen Gruppe sei es etwas ganz Besonderes und man werde dem Inklusionsgedanken gerecht. Stolz zeigte er sich zudem, dass künftig die Kindergartengruppen nur noch mit 24 Kinder besetzt werden. Hier dürften Kosten und Mühen nicht gescheut werden, um die Weichen richtig zu stellen. „Ich stelle immer wieder fest, dass viele Menschen jetzt nicht mehr lebenstüchtig sind.“ Es gebe noch viel Entwicklungspotenzial, insbesondere was die emotionale Intelligenz betreffe. „Deshalb investieren wir in die jungen Taufkirchener, im Bereich Betreuungseinrichtungen und Schulen.“

Auch bei der Gemeindeentwicklung und Ortskernsanierung gehe es vorwärts. So entstehe ein Ärztehaus im Zentrum, mit dem man dem drohenden Ärztemangel ein stückweit Abhilfe schaffen könne. Das ehemalige m+m-Areal werde umgewidmet, abgerissen und mehrere Gebäude für Wohnungen dort entstehen. Es komme der Vitalität des Ortskerns zu Gute.

Das Thema Flüchtlinge griff Hofstetter auch noch auf. Er dankte den vielen Helfern, die sich um die Integration der aktuell 245 Flüchtlinge in der Gemeinde bemühen, ihnen helfen, Perspektiven aufzubauen. Die Bundespolitik sei gefordert, müsse sich mehr anstrengen, um Lösungen zu finden. Denn Flüchtlinge könnten nicht unbegrenzt in Deutschland aufgenommen werden. Auch in ihren Heimats- und Herkunftsländern müssten wieder lebenswerte Voraussetzungen geschaffen werden. Viele Menschen hätten Angst um das, wofür sie ihr Leben lang gearbeitet haben.

2016 sei auch ein Jahr der Krisen und Gewalt gewesen, die auch Deutschland erreicht haben. Auf Fragen der Sicherheit müssten angemessene Antworten folgen. „Sie greifen unsere Freiheit an, die wollen wir uns nicht nehmen lassen. Wir müssen an unserer Art zu leben festhalten.“ Freiheit, Toleranz und Weltoffenheit, gelte es zu verteidigen. Er bat die Anwesenden, bei den anstehenden Wahlen ihre Stimme für die Demokratie abzugeben. Sie sei die Basis unseres Zusammenlebens. Dass Demokratie nicht selbstverständlich sei, müsse man den jüngeren Generationen, aber auch den Flüchtlingen beibringen. „Sie sind der Stein des Gewölbes, das dieses Haus stützt“, meinte er zu den Anwesenden. Es gehe nicht nur um gute Arbeitsmarktdaten und Freizeitangebote, auch das Verantwortungsbewusstsein und der Einsatz für das Gemeinwohl trügen dazu bei. „Machen wir so weiter, wie im letzten Jahr“, das sei sein Wunsch für 2017.

Birgit Lang

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