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Darf bleiben: die gut 35 Jahre alte Linde am Niederneuchinger Feuerwehrhaus. Die Wehr wollte sie fällen lassen, weil das Wurzelwerk Schaden verursacht. 

Gemeinderat lehnt Antrag der Feuerwehr ab

Niederneuching: Linde am Feuerwehrhaus wird nicht gefällt

Niederneuching - Die alte Linde am Feuerwehrhaus Niederneuching darf weiterleben. Der Gemeinderat lehnte den Antrag der Feuerwehr, den 35 Jahre alten Baum fällen zu lassen, ab.

Stellvertretend für die Feuerwehr hatte Markus Sedlmeir die Fällung des rund 35 Jahre alten Baumes bei der Gemeinde beantragt. Beschädigungen durch dessen Wurzeln sowie Mehrarbeit durch verstopfte Dachrinnen hatten die Floriansjünger als Gründe dafür aufgeführt. Doch der Neuchinger Gemeinderat lehnte eine Fällung in seiner Sitzung am Dienstag Abend ab.

Vorab hatte die Verwaltung beim Landratsamt Erding nachgefragt. Kreisfachberater Michael Klinger hatte die Linde besichtigt. Seine Einschätzung: Der Baum mache einen gesunden Eindruck, präge das Ortsbild und soll demnach erhalten bleiben.

Der Baum mache halt ziemliche Probleme, erklärte Antragsteller Sedlmeir (ÜWG) seinen Ratskollegen. So beschädigten die Wurzeln der in den 1980er Jahren gepflanzten Linde die gepflasterte Einfassung. Auch die Mauer zum Nachbargrundstück weise bereits Risse auf. „Hierdurch werden mittelfristig Reparaturarbeiten erforderlich, welche wiederum mit Kosten verbunden sind“, heißt es in dem Schreiben. Zudem besteht nach Ansicht der Feuerwehr die Gefahr, dass durch die sich ausbreitenden Wurzeln die Anschlussleitung des Überflurhydranten beschädigt wird. Und die Dachrinnen müssten regelmäßig gesäubert werden. Dafür hatte Josef Waldherr (SPD) eine Lösung: Gitter in den Dachrinnen anzubringen.

„Ich glaube, dass wir mehr Dreck machen als der Baum“, sagte Markus Reicheneder (FWG). „Mir tut der Baum einfach leid“, meinte Andreas Kroh (parteilos). Martin Schwarzenbeck (CSU) schlug vor, die Linde umzuschneiden und einen neuen Baum zu pflanzen. Das prägt auch das Ortsbild“, meinte er. Außerdem habe beim Kahlschlag am Kanal „auch keiner was gesagt“.

„Uns tut der Baum auch leid. Aber die Probleme werden immer größer“, sagte Sedlmeir und sah eine Ersatzpflanzung als guten Kompromiss. „Die Feuerwehr ist der Verein, der immer helfen muss“, erinnerte Schwarzenbeck. Doch der Antrag der Wehr wurde abgelehnt. Um die Pflegearbeiten kümmert sich aber künftig eventuell der Bauhof und nicht mehr die Wehr. (Daniela Oldach)

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