Nikolaistiftung: Weitere Investitionen in den sozialen Wohnungsbau

Dorfen - Die jahrhundertealte, inzwischen städtische Nikolaistiftung übernimmt mehrere Aufgaben in Dorfen.

Nach dem Stifterwillen soll sie mildtätig wirken und unverschuldet in Not geratenen Dorfenern helfen. Aktiv ist die Stiftung inzwischen aber auch im dringend benötigten sozialen Wohnungsbau. Das Bilanzvermögen der Stiftung beträgt 4,68 Millionen Euro, das Eigenkapital 4,6 Millionen Euro.

Das Kapital der Stiftung bestehe zum größten Teil aus dem Nikolai-Stiftungswald, berichtete der Stiftungsvorsitzende, Bürgermeister Heinz Grundner in der Bruderschaftsversammlung. Bei der Vermögensverwaltung setzt die Stiftung aber längst nicht mehr nur auf den Wald, sondern auch auf Grundstücks- und Immobilienwerte. Aus dem Finanzbericht der Stiftungssekretärin Irmgard Beyer (Stadtverwaltung) für die zwölfköpfige Nikolaibruderschaft war zu entnehmen, dass die Nikolaistiftung auf einer „grundsoliden Basis“ steht. Aktuell sind rund 630 000 Euro (2014: 671 387 Euro) liquide Mittel vorhanden. Die Minderung der Finanzrücklage betrug insgesamt 40 000 Euro. Aus dem Gebäude- und Grundstücksmanagement wurden 28 462 Euro (24 671 Euro) erwirtschaftet.

Die Verpachtung des Nikolai-Stiftungswaldes an die Stadtwerke Dorfen brachte heuer wegen fallender Holzpreise und deutlich weniger Holzeinschlag (knapp 400 fm) nur 19 971 Euro (33 740 Euro) ein. Zudem wurden 2015 zwei Grundstücksgeschäfte getätigt, so Beyer. Der Verkauf des ehemaligen Forsthauses an der Buchbacher Straße an eine Privatperson erbrachte rund 341 000 Euro. In einen Grundstückskauf am Stiftlring in Kloster Moosen wurden zirka 382 000 Euro investiert. Dort will, wie bereits bekannt, die Stadt 2016 ein weiteres Sozialwohnungsbauprojekt über die Nikolaistiftung starten. Dazu hat die Stiftung von der Stadt ein Grundstück samt Gebäude mit Geschosswohnungsbau erworben. Das alte, schwer sanierungsbedürftige und ungedämmte Gebäude soll einem Sozialwohnungsbau weichen.

Für die laut Stiftungssatzung mildtätigen Aufgaben waren laut Haushaltsansatz 67 350 Euro geplant, so Beyer. Bisher seien an Bedürftige und die Tafel Dorfen (Trägerschaft Nikolaistiftung) 18 457 Euro ausbezahlt worden. Weiter fließen in die Weihnachtsbeihilfe rund 22 000 Euro (wir berichteten) und der Rest in „derzeit vorliegende Anträge“.

Hermann Weingartner

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