+
Trotz Dauerregens waren 1000 Gläubige zum Freiluftgottesdienst in Maria Thalheim gekommen. Die jungen Thalheimerinnen Franziska Sellmaier, Theresa Unterreitmeier (dahinter), Lisa van Hoof und Dajana Beyerl (v. l.) trugen die Gottesmutter zum Freiluft-Altar.  

Nördlicher Landkreis

Die Kraftwelle des Glaubens

Weihbischof Wolfgang Bischof ermahnte die Christen, ihren Glauben zu verkünden. Etwa 1000 Menschen feierten im Dauerregen beim Freiluftgottesdienst der 65. Landkreiswallfahrt mit.

Maria Thalheim – Weihbischof Wolfgang Bischof freute sich, dass am Sonntagvormittag trotz Dauerregens etwa 1000 Gläubige am einstündigen Freiluftgottesdienst auf dem Dorfplatz in Maria Thalheim teilnahmen. „Seit 65 Jahren tragen bei der Landkreiswallfahrt Christen ihre Ängste und Nöte aber auch ihre Dankbarkeit hierher“, erklärte der Geistliche.

Der Weihbischof hatte die 65. Landkreiswallfahrt aus aktuellem Anlass unter 100 Jahre Patrona Bavaria gestellt, dem Zeichen der Hoffnung in bedrängten Zeiten. Der stellvertretende Vorsitzende des Wallfahrskuratoriums, Landrat Martin Bayerstorfer, begrüßte neben den Hauptzelebranten die vielen Gläubigen sowie Repräsentanten des kirchlichen und öffentlichen Lebens. Bayerstorfer erinnerte bei seinen Grußworten, dass die Wallfahrt in Maria Thalheim nachweislich bis ins Jahr 1419 bekannt ist und somit die älteste in ganz Bayern sei.

Mit aufgespannten Regenschirmen marschierten anschließend Fahnenabordnungen, Ministranten und die diesjährigen Erstkommunionkinder beim gemeinsamen Kirchenzug von der Wallfahrtskirche zum Freialtar. Kaum hatte dort der Gottesdienst begonnen, öffnete Petrus seine Schleusen ganz.

Unter einem gelben Baldachin zelebrierte der Weihbischof die Messe mit Dekan Michael Bayer, Ehrenprälat Josef Mundigl, Geistlicher Rat Thomas Zeitler, dem Wartenberger Pfarrer Gregor Bartkowski sowie den örtlichen Geistlichen Pater Krzystof Butowski und Diakon Christian Pastötter. Lesung und Fürbitten wurden von Repräsentanten des Kreiskatholikenrats, der Landfrauen, der KLJB und Kolping vorgetragen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den vereinigten Kirchenchören des Pfarrverbandes Reichenkirchen/Maria Thalheim unter Leitung von Angelika Obermaier und vom Jugendblasorchester der Kreismusikschule Erding unter Leitung von Kurt Müller.

„Wir sind als Getaufte in die Welt gesandt“

Der Bischof setzte bei seiner wegen des starken Regens verkürzten Predigt zwei Schwerpunkte. Der Zelebrant bestärkte die Gläubigen darin, Gott zu vertrauen und erteilte ihnen den Auftrag, Gott nicht zu verschweigen. „All unsere Wallfahrten und unser Hinwenden sind ein Ausdruck, dass wir in Gott vertrauen, selbst wenn es um uns herum schwierig ist“, predigte der Weihbischof. „Wir sind als Getaufte und Gefirmte in diese Welt gesandt. Es reicht nicht wenn es uns nur intern gut geht. Daraus muss eine Kraftwelle entstehen, die der Menschheit verkündet: Es gibt eine Hoffnung, die ist stärker als der Tod.“

Der Wallfahrtsgottesdienst endete mit dem feierlichen Segen des Zelebranten. Nach dem Auszug unter den Klängen der Bayernhymne nahmen sich einige Pilger noch Zeit zur Einkehr und machten sich dann gestärkt auf den Weg nach Hause.

von Thomas Obermeier

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schlangenlinien nach Oktoberfest
Trotz der zum Oktoberfest angekündigten verstärkten Alkoholkontrollen sind am Mittwoch drei alkoholisierte Oktoberfestbesucher betrunken nach Hause gefahren.
Schlangenlinien nach Oktoberfest
Neue Chefin fürs Finanzamt Erding
Die rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Erdinger Finanzamts bekommen eine neue Chefin. Dr. Sabine Mock (44) folgt auf Leitenden Regierungsdirektor Josef …
Neue Chefin fürs Finanzamt Erding
Landkreis soll für Schützenzug mitzahlen
Der Schützenzug durch die Stadt gilt als Höhepunkt beim Dorfener Volksfest. Weit über 10 000 Euro gibt die Stadt dafür jährlich aus. Künftig soll sich der Landkreis an …
Landkreis soll für Schützenzug mitzahlen
Neun neue Lehrer, 133 neue Schüler
Am Gymnasium Dorfen haben neun neue Lehrer ihren Dienst aufgenommen. Die Pädagogen haben entweder eine Planstelle, sind Referendare oder Aushilfsnehmer.
Neun neue Lehrer, 133 neue Schüler

Kommentare