Die Gemeindeverbindungsstraße Reisen – Siglfing (rot) wird sowohl durch den S-Bahn-Ringschluss (mittlere blaue Linie) als auch durch die Nordumfahrung (parallel dazu und nach links unten abzweigend, grün) durchschnitten. Die Gemeinde lehnt die geplante Trasse der Gemeindeverbindungsstraße (obere blaue Linie) ab, weil sie Acker durchschneidet. grafik: staatliches bauamt/ta

Nordumfahrung: Auch Eitting protestiert

Eitting - Eine Gemeindeverbindungsstraße ist der Nordumfahrung und dem S-Bahn-Ringschluss im Weg. Der Gemeinderat Eitting sieht wertvolle Ackerflächen in Gefahr.

„Wir werden alle rechtlichen Schritte ausschöpfen.“ Das kündigt Eittings Bürgermeister Georg Wiester an, wenn das Bayerische Wirtschaftsministerium keine neue Planung vorlegt. Den Eittingern geht es dabei um die Gemeindeverbindungsstraße Reisen - Siglfing. Sie wird durch die geplanten Trassen der Nordumfahrung (ED 99) und des S-Bahn-Ringschlusses durchschnitten. Der Gemeinderat ist mit der neuen Führung der Straße nicht zufrieden und hat das auch per einstimmigem Beschluss kundgetan.

Das geschieht im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens der Nordumfahrung. Dabei hat der Gemeinderat das Wohl der Eittinger Landwirte im Blick. „Die Durchgängigkeit der betroffenen Feldwege muss ohne größere Umwege gewährleistet werden“, heißt es in der Stellungnahme zur ED 99. Die Räte fordern eine Planungsvariante, die keinen Neubau der Gemeindeverbindungsstraße erforderlich macht. Wegen dieses Problems sei er bereits mehrfach beim Wirtschaftsministerium vorstellig geworden, „bin dort aber auf taube Ohren gestoßen“, erzählt Wiester.

Die vom Staatlichen Bauamt ins Verfahren eingebrachte neue Gemeindeverbindung „lehnen wir ab, weil sie hochwertige landwirtschaftliche Grundstücke durchschneidet“, erklärt Wiester. Diese Planungsvariante, so heißt es wörtlich in der offiziellen Stellungnahme der Kommune, „wird aufs Schärfste zurückgewiesen“.

Die Gemeindeverwaltung garniert diesen Absatz noch mit der Einschränkung, „unabhängig davon, ob der Ringschluss kommt oder nicht“. Und auch der Bürgermeister spricht von der S-Bahn-Strecke zwischen Erding und dem Flughafen im Konjunktiv. Das Planfeststellungsverfahren wurde von der Deutschen Bahn Ende August beim Eisenbahn-Bundesamt beantragt. Die Planfeststellungsunterlagen sind in den Rathäusern bis zum gestrigen Donnerstag ausgelegen.

ta

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