35 Radler machten sich gestern Morgen auf CSU-Einladung auf zu den Korridoren der Nordumfahrung. Foto: Kone

Nordumfahrung: Vom Grünen Tisch in die Natur

Erding - Die CSU hat sich am Sonntag auf Spurensuche begeben: Die Trassenkorridore der Nordumfahrung wurden abgeradelt.

Das beste Kartenmaterial ist nicht so gut wie die Wirklichkeit.“ Mit diesen Worten begrüßte Jakob Mittermeier, CSU-Fraktionschef im Stadtrat von Erding, am Sonntagmorgen 35 Radler. Politiker sowie betroffene Bürger und Landwirte radelten die Trassenkorridore für die Nordumfahrung ab. Es war die erste Veranstaltung im Freien und vor Ort zu diesem politisch heißen Eisen.

Mittermeier musste zugeben, dass bei der Süd-II und -III-Variante zahlreiche Felder diagonal zerschnitten würden, was eine neuerliche Flurbereinigung zur Folge haben müsste. Auch erhielten den Politiker den Hinweis, dass eine Parallele zur Alten Römerstraße so angelegt werden müsste, „dass man von der Landshuter Straße da sehr einfach draufkommt“, wie ein Langengeislinger anmerkte. „Denn sonst fahren alle auf der bisherigen Strecke.“ Auch diesen Hinweis nahm die CSU dankbar auf. Einige Mitradelnde verliehen ihrer Sorge Ausdruck, am Ende doch nicht den Lärmschutz zugesprochen zu bekommen, der ihnen eigentlich zusteht. Hier machten Mittermeier und Bürgermeister Max Gotz deutlich, dass man sich solche Tricksereien nicht gefallen lassen werde. Da ziehe man an einem Strang.

Als „sehr interessant und aufschlussreich“ werteten die CSU-Oberen den Hinweis aus den nördlichen Ortsteilen, dass die von Martin Neumaier (UWE) ins Feld geführte Alternativtrasse keineswegs mit den Geislingern, Eichenkofenern und Althamern abgesprochen gewesen sei.

Fazit beim „Zieleinlauf“ Pfarrfest in Altenerding: Die Trasse, die nur Befürworter findet, gibt es nicht. In den nördlichen Stadtteilen gilt weiter das grundsätzliche Nein zu einer neuen Straße. Dennoch ist Mittermeier mit der Tour und den Diskussionen sehr zufrieden: „Ich mache den betroffenen Landwirten ein großes Kompliment. Denn trotz ihrer Ablehnung ist der Dialog bislang stets fair verlaufen, ist die Gesprächsbereitschaft nie versagt worden.“ Für den Fraktionschef ein gutes Omen, „dass wir gemeinsam doch noch eine Lösung finden“.

(ham)

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