Nordumfahrung: Landkreis muss Zwang anwenden

Erding/Bockhorn - Bei der Untersuchung des Bodens für die Nordumfahrung von Erding, der ED 99, gibt es Schwierigkeiten mit einigen Grundstückseigentümern und -pächtern.

Denn längst nicht alle wollen die Gutachter, die den Untergrund auf seine straßenbauliche Eignung untersuchen müssen, auf ihren Besitz lassen.

Dies musste Landrat Martin Bayerstorfer in der Jahrespressekonferenz zugeben. „Bei einigen musste deswegen eine Duldungsverpflichtung erlassen werden.“ Der Landrat erklärte weiter, dass dieses Verfahren aufgrund „diverser Fristen und Rechtsschutzmöglichkeiten eine gewisse Zeit in Anspruch genommen hat“.

Doch nun habe man das Recht, dass zu Bodenuntersuchungen alle Flächen vor allem im Bereich der Gemeinden Bockhorn und Erding betreten werden dürfen. „Die Tätigkeiten laufen seit November und dürften im ersten Quartal 2013 abgeschlossen sein“, schätzt Bayerstorfer. Letztendlich sei man aber von der Witterung abhängig. Schwerpunktmäßig begutachtet wird die Trasse Süd 2, die in Unterstrogn (Gemeinde Bockhorn) von der B 388 ausschleift, nördlich an der Kreisstadt vorbeiführt, die Kreisstraße ED 19 Erding - Eitting überquert und dann im Bereich Mittlerer Isarkanal in die Flughafentangente mündet.

In Details, so der Landrat, sei man aber noch variabel und stehe Änderungswünschen offen gegenüber. Die Arbeiten erfolgen im Auftrag des Straßenbauamtes Freising, nachdem der Kreistag am 12. März 2012 und der Stadtrat am 28. März Grünes Licht gegeben hatten. Ziel ist es, berichtete der Kreischef, die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zusammenzustellen.

„Dabei versuchen wir weiter, bezüglich des östlichen Beginns der ED 99 eine einvernehmliche Lösung mit Bockhorn zu erreichen“, sagte Bayerstorfer. Sein Ziel: Das Planfeststellungsverfahren, an dessen Ende Baurecht besteht, soll bis Anfang 2014 bei der Regierung von Oberbayern beantragt werden.

(Hans Moritz)

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