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Für den offenen Dialog mit dem Bürger plädiert Ulrike Scharf beim Thema Nordumfahrung.

Nordumfahrung: Wiesmaier gegen "Querfeldeinstraße"

Grucking - Die Fraunberger hoffen auf die Nordumfahrung, die Langengeislinger sind skeptisch - das zeigte sich bei einer Infoveranstaltung am Mittwoch.

„Wir werden belastet, damit drei oder vier Ortschaften entlastet werden. Ist das Solidarität?“ fragten sich Einwohner Langengeislings am Mittwoch im Gruckinger Gasthaus Rauch. Eingeladen hatte der CSU-Ortsverband Fraunberg zur Diskussion um die geplante Nordumfahrung Erding.

„Im offenen Dialog mit den Bürgern wollen wir die Planung realisieren“, erklärte die Ortsvorsitzende Ulrike Scharf und erinnerte daran, dass im Wahlkampf 2008 nahezu alle Parteien die Nordumfahrung im Programm hatten. „Doch manche mögen sich inzwischen nicht mehr daran erinnern“, so Scharf.

Weitgehend zufrieden waren die Gruckinger mit der von Landrat Martin Bayerstorfer vorgestellten Planung. Josef Lanzinger hatte nur einen Wunsch: „Wir ersticken im Verkehr, kommen kaum durch auf unseren Straßen. Da gibt es nur eins: die Nordumfahrung vorantreiben und bauen, so schnell es geht.“

Bayerstorfer machte Mut: „Im Frühjahr nächsten Jahres werden wir die Vegetationsgutachten bekommen. Danach kann das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.“ Wann die Nordumfahrung jedoch fertig sein könne, mochte er noch nicht sagen.

Beim derzeitigen Stand wird die Trasse Süd 2 favorisiert. Sie verläuft von Unterstrogn durch Langengeisling bis zur Flughafentangente Ost und soll den größten Entlastungseffekt bieten.

Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier erklärte, die schlechteste aller Lösungen sei keine Nordumfahrung.

Er plädierte ebenfalls für die Trasse Süd 2: „Die sollten wir nicht in die Hosentasche schieben und eine Querfeldeinstraße heraus zaubern“, meinte er zu aktuellen Vorschlägen. Er wünscht sich eine schnelle Lösung.

„Wenn wir nichts machen, werden uns in zehn Jahren die Ohren schlackern angesichts des Verkehrs, der auf uns zukommt“, warnte Wiesmaier. Das konnte die Skeptiker jedoch nicht überzeugen. Robert Thalmeier befürchtet, dass es in Langengeisling nicht leiser werden würde: „Es ist fraglich, ob tatsächlich eine Entlastung eintritt. Mit der neuen Straße wird nur noch mehr Verkehr angezogen.“

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